Seite:Berichtigung und Ergänzung des Füsselischen Tagbuchs, im 2ten Theil S. 321-332, Ermreut betreffend.pdf/6

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Obst-Bau, wenn obstreiche Jahre sind. Herr Füssel gibt davon besondere Nachricht S. 326, Kirschen und Weichseln (saure Kirschen) sind von vorzüglicher Güte, und werden, wenn diese Früchte wohl gedeihen, in Menge ausgeführt, so daß es Wahrheit ist, wenn Herr F. sagt, daß die Einwohner 1000 Reichsthlr. nur an Kirschen gewinnen können. Geschieht es, daß noch das übrige Obst, als Birnen, Äpfel, Zwetschgen, einschlagen: so ist der Gewinn wohl noch größer. Wenn aber Herr F. hinzusetzt: daß Ermreut noch mehr gewinnen würde, wenn es sein Obst selbst ausführte; so aber kämen, wann das Obst in den Kern wächst, Käufler aus Erlangen und Nürnberg hieher (S. 327) und kauften die Frucht ganzer Gärten noch am Baum: so mag das wohl ehedessen geschehen seyn, da die Einwohner den Preis des Obstes und den Wehrt desselben von auswärtigen Käufern kennen und schätzen lernen mußten. Ich kann aber versichern, daß es in Ermreut selbst viele gibt, die neben ihrer Handthierung und dem Feldbau den Obsthandel stark treiben, ganze Kirschgärten, wie auch ganze Obstfelder zusammen kaufen, und die Früchte theils auf Schubkarren, theils auf