Seite:Beschreibung der Gegend, in welcher die gräfliche Residenz Castell liegt, der darin befindlichen Erd- und Steinarten, und anderer Producte.pdf/21

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1708 hat sich Herr Franz Emmerich Wilhelm von Bubenhein, Domdechant zu Mainz, 150 Centner des besten weißen Alabasters, gegen Bezahlung, zu Vollendung eines Altars in der Domstiftskirche zu Mainz, in einem Schreiben an Herrn Grafen Wolfgang Dietrich, dd. Mainz den 27 Octbr. 1708 aus, und da wegen allerley Hinderniß das Graben ins Stecken gerieth, so erließ der damahlige Kurfürst Franz, geborner Graf von Schönborn, selbst ein sehr höfliches Ersuchungs-Schreiben an den Herrn Grafen Wolfgang Dietrich, dd. Geybach, den 4. Nov. 1708.

1740, 1741 und 1743 wurde sehr viel Alabaster, mit gnädigster Erlaubniß, von Castell nach Kloster Schwarzach zum neuen Kirchenbau geführt.

1744 abermahl 50 Fuhr auf einmahl.

In neueren Zeiten hat das Kloster Ebrach den meisten zu dem dasigen Kirchenbau hohlen lassen.

Zu der neuesten Geschichte des Casteller Gypses gehört endlich die Anlage, welche der Herr Rath Cunradi zu Castell gemacht hat, um den Gyps besser zu benutzen. Dieser hat nämlich ein besonderes Brennhaus zu dieser Absicht