Seite:Beytrag zur Toleranzgeschichte des achtzehnten Jahrhunderts.pdf/4

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Roth aus Anspach angab, kam ohnlängst auf ihrem Striche auch in das ersterwähnte Kloster, mit dem Vorgeben, daß sie wünschte aus den Klauen des Teufels gerissen und in die katholische Kirche aufgenommen zu werden. Dieser Vorfall nun gab Gelegenheit zu folgendem an den vermeintlichen Kasernenpfarrer Roth in Anspach gerichteten und genau copirten Briefe:


HochEdel Gebohrner – Hochgelehrter – Insonders HochgeEhrter Herr Pfarr!

 Ich habe die Ehre, Ewer HochEdel etc. die Anständige Anzeige zu machen, daß ihre angebliche Jungfer Dochter M. Katharina Rothin, 18 Jahre alt, den 20 Iulius durch Recommendation eines sichern Hrn. Dechants zu Uns gekommen, Bittlich anhaltend, in Der allein seligmachenden Katholischen Religion vollständig unterrichtet zu werden. Sie hat sich, wie sie vorgiebt, meinsten Theils schon selbst überzeuget, daß in ihrer Religion alles unrichtig, sich widersprechend, der reinen Lehre Iesu Christi schnurgrad zuwiderlauffend; somit