Seite:Das Bergwerk der Abgeschiedenen.pdf/154

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Auch andere Hände helfen …

Wir ziehen das Boot dorthin, wo in dem Betonrand gleichfalls das Loch klafft, wir zwängen die Bootsspitze hinein, pfropfen Kleidungsstücke in die verbleibenden Öffnungen, und die Saugkraft des Meeres sorgt von selbst dafür, daß diese Pfropfen halten, daß das Boot einen neuen Damm bildet, daß der Wasserfall dünner rieselt und schließlich nur noch ein mäßiges, unschädliches Bächlein bleibt.

Wir schaffen es, wir haben minutenlang wie im Fieber gearbeitet, wir handelten wie Automaten, wir wollten helfen, und wo ein Wille, da ist ein Weg!

Alle haben sie schließlich mitgeholfen, alle …

Die Kleider rissen sie sich vom Leibe, zerbrachen Steuer, zerbrachen Ruderbänke, hoben das Steuer aus, – und das Meer ward um seine Beute betrogen.

Der Wall ist geschlossen, der Riß im Metalldeckel hat nichts mehr zu bedeuten, und auch der grimme, menschliche Feind, der das Bergwerk der Inder stürmen wollte, ist wie weggewischt durch die Finsternis und die Regenfluten, die gleich Gießbächen herabströmen und der Leuchtkraft der Scheinwerfer spotten.

Und wäre nochmals eine dieser Barkassen mit den erbarmungslosen Buggeschützen hier in der Nähe aufgetaucht, hätte ein blinder Zufall die bewaffneten Schergen einer goldhungrigen Großmacht herbeigeführt: Wir wären dann nicht untätig geblieben!

Hier war freies Meer, hier bestand nur ein Hoheitsrecht über die „Schlafenden Wale“: Das der Inder!!

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 154. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/154&oldid=3176264 (Version vom 30.6.2018)