Seite:Das Geheimnis des Meeres.pdf/43

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Allan – und der rechnete wahrlich als Mann nicht mit – erwachte, mußte er etwas Eßbares vorfinden. Und das mußte erst beschafft werden. Joachims Riesenappetit hatte mit den Vorräten, die wir aus dem Nachen ins Zelt geschafft hatten, gründlich aufgeräumt. Nicht einmal ein einziger Zwieback war mehr vorhanden. Und Boot und Nachen und vier Gefährten ebenso gründlich dahin! Falls sie nur durch irgend welche Umstände von den Terrassen weggelockt worden wären, – längst hätten sie zurück sein müssen! Nein – sie waren geschnappt. Vielleicht nicht von den Turidos nebst Anhang, vielleicht von[1] [… …][2] und ausgesetzt hatten.

Essen … Auch mein Magen meldete sich. Ich nahm die Büchse, verließ das Zelt, kletterte zum steinigen Strande hinab. Der Himmel leicht dunstig, unheildrohend, das gefrorene Gras knirschte wie Frostschnee. Die Felsen zeigten gefrorene Regenlachen. Die Szenerie ringsum fast winterlich. Dunkel das stille Wasser der hochumrandeten Bucht. Granitwände – – eine Felsenschüssel …

Das Zwielicht zeigte mir unten zwischen zwei Riffen ein bleiches, entstelltes Gesicht, eine Leiche, die sich in den Felsnadeln festgeklemmt hatte. Aus der linken Augenhöhle ragte ein Messer hervor. Also Chuburs Opfer.

Die Riffe waren vier Meter vom Strandstreifen entfernt. Kleinere Klippen bildeten einen Steig bis dorthin. Ich balancierte von Stein zu Stein, zog den Toten ans Ufer, einen jüngeren Europäer mit bartlosem Gesicht in einem derben Touristenanzug, braunen Schuhen und Wickelgamaschen.

  1. Vorlage: Eine Zeile ist doppelt.
  2. Vorlage: Hier fehlt eine Textzeile. Sinngemäß wohl: den Leuten, die den kleinen Allan hergebracht
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Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 43. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/43&oldid=- (Version vom 31.7.2018)