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5. Kapitel.
Eine Nacht im Magelhaens.

Aber selbst eine Pferdenatur wie die Coys streikte jetzt, als wir kaum das Zelt betreten hatten und als Coy staunend meinen kleinen Freund Allan betrachtete, der am Feuer saß und meine Mauserpistole säuberte – so recht stolz und würdevoll, ganz nach Jungenart.

Der Araukaner griff plötzlich in die Luft, ich fing den Umsinkenden auf und schleppte ihn auf mein Lager. Er kam erst nach drei Stunden wieder zu sich, nachdem ich ihm den Hüft- und den Schulterschuß gesäubert und verbunden und den Riesenriß im Gesicht mit weißem, ausgekochtem Zwirn vernäht hatte. Auch hierbei hatte Allan mir geholfen. Ein Segen, daß der Junge so wenig zimperlich war.

Coy erwachte …

„Gut geschlafen …“ nickte er mir zu. „Wieder ganz frisch, Mistre Abelsen. Nur hier – – die Würmer, Mistre!“ – und er streichelte seinen Leib.

Ihm Rum zu geben wäre Wahnsinn gewesen. Nur Tee bekam er. Dazu ein wenig Rauchfleisch. Er war sichtlich empört, weil ich ihm das Labsal des Sprits vorenthielt. Ich blieb hart. Dann schlief er wieder ein. Nach Allan hatte er sich nur mit wenigen Worten erkundigt. Es genügte ihm vollauf zu wissen, daß der schlanke hübsche Junge

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Geheimnis des Meeres. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 52. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Meeres.pdf/52&oldid=3234869 (Version vom 31.7.2018)