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1. Kapitel.
Als die Präriewölfe heulten.

Die Sonne versank in rötliche Dunstschleier gehüllt im Westen hinter den zackigen Uferbergen des Rio Grande del Norte, des Grenzflusses zwischen Mexiko und Texas.

Ein seltsam fahles, gelbrotes Licht lag über den weiten, welligen Prärien die sich zwischen diesem Strome und dem Rio Pecos, oft unterbrochen von kahlen, romantischen Höhenzügen, hinziehen. Diese Abendbeleuchtung hatte geradezu etwas Unheimliches an sich, zumal in der Luft sich die drückende Stille und Schwüle eines nahenden Gewitters bemerkbar machte.

Um diese Abendstunde näherte sich ein vom Rio Grande kommender Wagenzug einem der Höhenzüge, deren tiefe Schluchten und Täler selbst für eine größere Anzahl von Menschen und Tieren gute Verstecke boten.

Der Zug bestand aus fünf großen, mit Leinwanddächern versehenen Auswandererwagen. Vor jeden

Empfohlene Zitierweise:
William Käbler: Das Geheimnis des Zuni. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1922, Seite 3. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Zuni.pdf/4&oldid=- (Version vom 31.7.2018)