Seite:Das erste Jahrzehnt der Weltsprache Volapük.djvu/110

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9. Vaalse (Insel Falster), gegr. 1889, Jan. Vorstand: Rasmus Hansen. Zahl der Mitglieder: 44 (11 Damen).


11. Schweden und Norwegen.

Auf der skandinavischen Halbinsel hat sich Volapük ebenfalls schon an vielen Orten eingebürgert. Ein Zentralverein besteht in Stockholm. Unterricht wird in Stockholm, Gefle, Venersborg, Upsala, Göteborg, Trondhjem u. a. O. erteilt. Hervorragende Volapükisten sind: J. J. Runström und G. Säterstrand in Stockholm, letzterer Herausgeber der Volapükzeitung „Volapükisten“, G. Liedbeck in Finspong, Herausgeber einer Grammatik und eines Wörterbuchs, Gustav Henriclundquist in Venersborg, J. Nielson in Gefle, H. C. Rönne in Trondhjem u. s. w. Die Sprache hat im ganzen Lande schon Verbreitung gefunden. Herr Runström schrieb in einem Briefe: „Volapük existiert überall. Ferne vom Festland, im baltischen Meere, ist Landsort, wo sich ein hoher Leuchtturm befindet, um den Schiffen, welche nach dem östlichen Schweden fahren, den Weg zu zeigen. Der Wächter dieses Leuchtturmes, Herr C. A. Holm, schreibt: Ich bin hier der einzige Volapükist! Volapük findet in Schweden aber auch schon praktische Verwertung. Johann Högborg, Redakteur der in Lindesberg (Schw.) erscheinenden Zeitschrift „Templaren“, schreibt: „Die internationale Verbindung „Templarorden“, welche in Helsingborg am 27. Juni 1888 gegründet wurde, hat beschlossen, Volapük als offizielle Amtssprache einzuführen. Die Mitteilungen des Vereins, seine Beschlüsse etc. sollen künftighin in Volapük zum Drucke befördert werden.

(Anmerk. Der Templarorden ist eine Lebensversicherungs- und Temperenzgesellschaft, welche in den vereinigten Staaten von Skandinavien im Jahre 1883 gegründet wurde. Die Gesellschaft hat sich rasch über Schweden, Norwegen und Dänemark verbreitet und zählt an 10’000 Mitglieder.)

Weltsprachevereine in Schweden und Norwegen.
1. Christiania, Vorstand (?).