Seite:Das erste Jahrzehnt der Weltsprache Volapük.djvu/54

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Hansen in Kopenhagen und Herr Sprachlehrer Henry J. Harrison in St. Petersburg. Aus Rußland kam im April die wichtige Nachricht, daß in diesem Lande Volapük-Depeschen mit gleicher Bezahlung wie für andere Sprachen angenommen werden, während bei uns Volapük-Depeschen immer noch als chiffrierte Schrift behandelt werden. Eine Erfurter Gärtnerfirma (Platz & Sohn) erhielt in diesem Monate eine Volapük-Depesche aus Peking (China). Neue Vereine wurden in diesem Monate gegründet in San José, Costa Rica, Zentral-Amerika, durch Herrn Juan F. Ferraz, Direktor „del Instituto Universit.“, in Stein a. Rh., Schweiz, in Fiume, Ungarn, in Wien, „Weltspracheverein Volapük“, und in Pausa durch Herrn Direktor Robert Hiller. Volapük-Unterricht wurde in diesem Monate noch ferner erteilt in Ansbach, Bayern, Belleville, Amerika und in Düsseldorf.

Vorträge wurden im April gehalten in St. Pierre, auf der Antilleninsel Martinique durch Herrn Prof. P. Catel (im Theater von mehr als 400 Zuhörern), in Düsseldorf (Heinrichs), in Ludwigsburg von Herrn Heintzeler im kaufmännischen Verein, in Bremgarten, Schweiz, durch Herrn Rechtsagent Waltisbühl. Vom 30. April an hatte auch Schweden sein eigenes Weltspracheblatt, betitelt „Volapükisten“, herausgegeben von Herrn G. Säterstrand in Stockholm. In Schweden fand nämlich Volapük auch immer mehr Anhänger. Herr G. Liedbeck hatte im Februar angefangen, das Wörterbuch ins Schwedische zu übersetzen, welches im August erschien. In eben diesem Monate gründete Herr Liedbeck auch einen Weltspracheverein in Finspong. Anfangs dieses Jahres begann auch Herr John Runström in Stockholm mit dem Studium des Volapük, gleichzeitig mit Herrn Säterstrand, und beide gründeten gemeinsam den 1. Weltspracheverein in Stockholm und veranstalteten im Sommer Unterrichtskurse in Volapük. Im Herbst gab Herr Runström eine schwedische Weltsprachegrammatik heraus.