Seite:Das erste Jahrzehnt der Weltsprache Volapük.djvu/61

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(194 mehr als im vorigen Jahre). Diplome für Plofeds (Professoren) wurden im ganzen 29 gewährt und für Löpitidels (Oberlehrer) 86.

Ich schließe diesen Jahrgang, indem ich folgenden Auszug aus dem Weltspracheblatte zur Beherzigung für viele hierher setze: „In Kopenhagen fand am 11. Novbr. 1887 eine Sitzung des dortigen Weltsprachevereins statt, an welcher sich gegen tausend Personen beteiligten. – In derselben ereignete sich der gewiß seltene Fall, daß ein Herr öffentlich eingestand, in der vorhergehenden Sitzung zu voreilig über Volapük abgeurteilt zu haben.“


Zehntes Jahr, 1888.

Die Zahl der Freunde, Verehrer und Kenner von Volapük ist in diesem Jahre enorm gewachsen. Mit ihrem Platzgreifen in China, Japan, Australien und Südamerika hat die Weltsprache ihre Runde um die Welt gemacht, und es ist von jetzt an die Möglichkeit gegeben, durch Volapük mit allen Ländern der Erde zu verkehren und dies um so eher und allgemeiner, je mehr und je rascher es sich in diesen Ländern ausbreitet, was erfahrungsgemäß in unserer Zeit schnell genug geht. Die englische Zeitung „Evening Star“ vom 14. Dezember 1887 schreibt deshalb: „Ehe wir in das 20. Jahrhundert eintreten, wird drei Viertel des internationalen Briefwechsels in Volapük geführt werden.“ Und für wen diese Eventualität am meisten Vorteil bietet, sagt Herr Professor Kirchhoff in einem Aufsatz mit den Worten: „Vor allem ist im Interesse des Welthandels und der Wissenschaft, die Verbreitung von Volapük zu wünschen. Ich weise speziell auf China hin, welches in 5 Jahren durch eine Eisenbahn dem Weltverkehr erschlossen werden soll.“ Angesichts der bisherigen Erfolge konnte Schleyer am Anfange dieses Jahres schreiben: „Die Zukunft des Volapük ist gesichert. Wie man aus London schreibt, sind mehrere