Seite:Das erste Jahrzehnt der Weltsprache Volapük.djvu/62

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Bradforder Firmen, welche mit großen Häusern in Deutschland und anderen kontinentalen Ländern in Geschäftsverbindung stehen, benachrichtigt worden, daß nach einem gewissen Datum das Volapük von ihren kontinentalen Kunden für die internationale Geschäftskorrespondenz benützt werden würde. Die Aufmerksamkeit der Bradforder Handelskammer wurde auf die Angelegenheit gelenkt, und es wird wahrscheinlich in kurzem eine Lehrklasse organisiert werden.“

In der Januarnummer seines Weltspracheblattes (Nr. 85) sah sich der Erfinder leider veranlaßt, in einem Manifeste seine Rechte als Erfinder der Weltsprache und namentlich das Autorsrecht und das der freien Verfügung kund zu geben zufolge des Anwachsens der Anmaßungen und Unverträglichkeiten vonseite gewisser Volapükisten. Es ist eine traurige Schattenseite in der so glanzvoll verlaufenden Volapükbewegung, und ein bedenkliches Zeugnis für unser aufgeklärtes, von Humanität und Menschenkultus sonst überfließendes Zeitalter, daß nicht nur unter den ausgesprochenen Gegnern Schleyers, sondern selbst unter seinen „Freunden“ Mangel an Achtung, Undank, Kränkungen, ja Beschimpfungen zur Tagesordnung geworden und der Erfinder einer der tief eingreifendsten und nützlichsten Erfindungen erfahren muß, wie man seine Tage ihm verbittert, anstatt ihm durch werkthätige, opferwillige und selbstlose Unterstützung sein Leben, welches er der großen Sache geopfert, zu versüßen. Anmaßung, Stolz, Gelehrtendünkel und ungebändigte Ehr- und Habsucht spielen meist die Rolle dabei.

Eines der bemerkenswertesten Ereignisse in diesem Jahre ist die Einführung von Volapük in China und Japan. In ersterem Lande war es Herr Professor P. Poletti, welchem Volapük sein Bekanntwerden daselbst verdankte. Durch ihn lernte Julius A. van Aalst, ein geborener Belgier, schon seit sieben Jahren in chinesischen Diensten als Bureau-Vorstand einer Abteilung des k. chinesischen Zollamtes in Amoy, Volapük kennen. Er gab zu Anfang des Jahres eine chinesische Volapük-Grammatik heraus mit Wörterverzeichnis