Seite:Das erste Jahrzehnt der Weltsprache Volapük.djvu/63

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in englischer Sprache. In Tokio, der Hauptstadt Japans, ist Herr Dr. van der Heyden für Volapük thätig, welcher ebenfalls eine Grammatik für die Japaner und neuestens ein Wörterbuch herausgab. In Tientsin arbeitete Herr v. Möllendorf für die Ausbreitung von Volapük und in Peking war Herr Dr. Edkins in dieser Richtung thätig. Genannte Herren arbeiteten tüchtig mit Wort und Schrift mit solchem Erfolge, daß Herr Aalst in einem Briefe an Schleyer schreiben konnte: Schleyers Name ist in allen chinesischen Zeitungen.

Mit dem 1. Januar erschienen wieder 2 neue Weltspracheblätter, ein 2. italienisches Blatt „Volapükabled tälik“ und eine schweizerische Zeitung „Volapükaflen jveizik“, denn in der Schweiz hatte Volapük bereits große Verbreitung gefunden und wurde vielfach Unterricht in dieser Sprache erteilt, so gab z. B. der Volapükaklub in Herisau schriftlichen Unterricht an 156 Schüler in allen Teilen der Schweiz. Ebenso brachte in Boston (Amerika) Herr Charles C. Beale die Volapükgrammatik in seiner Zeitung „Stenography“. Im Januar begann auch die neu geschaffene Weltsprache-Akademie ihre Thätigkeit. Vorträge wurden in diesem Monate gehalten in New-Orleans durch Herrn J. Hanno Deiler, Professor an der „Tulane University“, welcher auch Unterricht an mehr als 100 Schüler erteilte; ferner in New-York durch Herrn Sprague, und in Aurora (Illinois, Amerika); sodann in Berlin (Dr. Schwarz 3 Vorträge), Wien (Devidé 2 mal), Mainz (Dr. Karl Nies im Klub der akademischen Lehrer), Altona, Stolp (Pommern), Würzburg, Bamberg (Reallehrer Schmid), Weissenburg (Kuppler), Bern (Müller-Nöthinger 5 mal), Marienburg, Westpreußen (durch Herrn Rektor Krüger), Frauenfeld, Schweiz, (Schmidt).

Als Weltsprachelehrer wurden am Anfang dieses Jahres u. a. diplomiert die Herren: Wenzel Plotzek, k. k. Postmeister in Lispitz, Mähren; Paul Plum in Kopenhagen; Georg Engler, Lehrer in Leipzig-Gohlis;