Seite:De Geschichten aus den vier Winden Dauthendey.djvu/228

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dann angekleidet vor die im Tabakrauch und Weindunst laut schwatzenden Männer und baten sie, heimgeführt zu werden.

Die Männer wollten auch folgsam alle gehen. Nur der Südfrüchtenhändler wollte ans Aufbrechen nicht denken. Der saß auf seinem Stuhl fest und behauptete, er ginge nicht zur Stunde der Maus nach Hause, denn da gingen Gespenster bei ihm um.

„Was für Gespenster?“ fragten ihn alle.

„Mäuse und junge Mädchen,“ entfuhr es dem etwas Angetrunkenen.

Die Männer lachten und warfen sich zwinkernde Blicke zu. Die Frauen aber trieben beharrlich zum Aufbruch an.

Die Frau des Südfrüchtenhändlers war bei der Rede ihres Mannes plötzlich blaß und zitternd geworden, und auf der Straße zog sie ihren Gatten auf die Seite:

„Was hast du da geschwatzt von Gespenstern, von Mäusen und jungen Mädchen, die bei dir umgehen? Nun weiß ich es, für wen du das Zimmer so festlich geschmückt hast! Jedenfalls nicht für mich.“

„Was?“ sagte der unschuldige Mann. „Was habe ich von jungen Mädchen gesagt?“ und er hielt seinen Hut in der Hand und ließ

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Max Dauthendey: Geschichten aus den vier Winden. Albert Langen, München 1915, Seite 227. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Geschichten_aus_den_vier_Winden_Dauthendey.djvu/228&oldid=3248472 (Version vom 31.7.2018)