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Der Opal

Der Opal, den Miß Hunt am Finger trug, fand allgemeine Bewunderung.

„Ich habe ihn von meinem Vater geerbt, der lange in Bengalen diente, und er stammt aus dem Besitze eines Brahmanen,“ sagte sie und strich mit den Fingerspitzen über den großen schimmernden Stein. „Solches Feuer sieht man nur an indischen Juwelen, – liegt es am Schliff oder an der Beleuchtung, ich weiß es nicht, aber manchmal kommt es mir vor, als ob der Glanz etwas Bewegliches, Ruheloses an sich hätte, wie ein lebendiges Auge.“

„Wie ein lebendiges Auge,“ wiederholte nachdenklich Mr. Hargrave Jennings.

„Finden Sie etwas daran, Mr. Jennings?“

– – – – – – – – – – – –

Man sprach von Konzerten, von Bällen und Theater, – von allem Möglichen, aber immer wieder kam die Rede auf indische Opale.

„Ich könnte Ihnen etwas über diese Steine, über diese sogenannten Steine mitteilen,“ meinte schließlich

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Gustav Meyrink: Orchideen. München o. J., Seite. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Orchideen_Meyrink.djvu/104&oldid=- (Version vom 31.7.2018)