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zürnen wieder diese. Was machte er? Er lud diese und jene ein. So auch Mose, er war von der Erde und gross geworden im Himmel, wie es heisst Ex. 24, 18: „Und Mose war daselbst bei dem Ewigen vierzig Tage und vierzig Nächte.“ Da dachte er: Rufe ich nur den Himmel an, so zürnt die Erde und rufe ich nur die Erde an, so zürnt wieder der Himmel, deshalb dachte er: Siehe, ich rufe beide an, Himmel und Erde, wie es heisst: „Horchet, ihr Himmel... und es höre die Erde.“

Oder warum Himmel und Erde? R. Tanchuma sagte: Gott hat die Israeliten nur durch sie (Himmel und Erde) erlöst, denn so heisst es Jes. 44, 32: „Jauchzet, ihr Himmel, denn der Ewige hat es vollführt“ u. s. w.

Oder warum Himmel und Erde? Weil das Gesetz nur durch sie gegeben worden ist, wie es heisst Deut. 4, 36: „Vom Himmel liess er dich seine Stimme hören, dich zurecht zu weisen, und auf der Erde hat er dich sein grosses Feuer sehen lassen.“

Oder weil das Manna und die Wachteln nur durch sie gegeben worden sind, wie es heisst Ex. 16, 4: „Siehe, ich lasse euch Brot vom Himmel regnen,“ und die Wachteln von der Erde, wie es heisst das. V. 13: „Und es stiegen Wachteln auf.“ Oder weil Gott die Israeliten mit den Sternen am Himmel und mit dem Staube auf Erden verglichen hat, mit den Sternen am Himmel, wie es heisst Gen. 15, 5: „Blicke gen Himmel und zähle die Sterne“ u. s.w., und mit dem Staube der Erde, wie es heisst das. 28, 14: „Und es wird dein Same werden wie der Staub der Erde.“

Oder warum Himmel und Erde? Weil sie Zeugen gegen Israel sein sollen, wie es heisst Deut. 4, 26: „Ich rufe heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch an.“ Womit ist das zu vergleichen? Mit einem Königssohne, welchen sein Vater zwei Vormündern übergab, und mit jeder Krone, womit ihn sein Vater krönte (schmückte), krönte (schmückte) er ihn nur durch sie. Als er zum Traubaldachin ging, nahm er sie zu Zeugen zwischen sich und seinen Vater. So geschahen auch alle Wunder, die Gott den Israeliten gethan hatte, ihnen durch Himmel und Erde. Als sie in das Land Israel ziehen wollten, sangen sie durch sie ein Lied, weil sie Zeugen zwischen ihm und ihnen gewesen. Woher lässt sich das beweisen? Es heisst Jes. 1, 2: „Höret, ihr Himmel, merk auf, o Erde! denn der Ewige redet.“ Was folgt darauf? V. 3: „Kinder habe ich gross gezogen und erhoben.“ Das wollen die Worte sagen: „Horchet, ihr Himmel!“

Oder warum Himmel und Erde? R. Chanina sagte: Womit ist das zu vergleichen? Mit einem, der seinem Freunde ein Pfand zur Aufbewahrung übergab. Als sein Freund, der ihm das Pfand zur Aufbewahrung übergeben, gestorben war, erhob sich der Sohn desjenigen, der das Pfand zur Aufbewahrung übergeben und er erwies jenem Ehre, welcher ihm das Pfand zur Aufbewahrung übergeben und er erwies auch seinem Weibe Ehre. Man sprach zu ihm:

Empfohlene Zitierweise:
August Wünsche (Übersetzer): Debarim Rabba. Otto Schulze, Leipzig 1882, Seite 105. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DebarimRabbaGermanWuensche.djvu/113&oldid=- (Version vom 31.7.2018)