Seite:Der Gespensterlöwe.pdf/11

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Söhnen der Wüste, die, wie ich erst später erfuhr, durch den Schurken Schlook unter allerlei Lügen bestochen worden waren, uns drei für alle Zeit unschädlich zu machen …“




3. Kapitel.
Der Samum.

Hier schwieg Paul Loring ganz plötzlich, hob warnend die Hand und drehte den Kopf nach dem Eingang der Grotte hin. Gleichzeitig nahm sein Gesicht einen Ausdruck mißtrauischer Spannung an.

Auffallenderweise waren jetzt die Stimmen der stets hungrigen Schakale und Hyänen nicht mehr zu hören. Nur das leise Zwitschern der hin und her schießenden Nachtschwalben, die sich um die Vollmondzeit stets zu ganzen Schwärmen vereinigen, unterbrach die drückende Stille mit dünnen, fast geisterhaften Lauten.

Dann erhob sich der Jüngling mit einemmal, glitt geräuschlos nach dem Eingang hin und schlug das Pflanzenfasergewebe, welches wie ein Vorhang innen angebracht war und das auch nicht einen einzigen Lichtstrahl des Feuers hindurchließ, ein wenig zur Seite. Regungslos stand er so mehrere Minuten lang. Daß irgend etwas seinen Verdacht erregt hatte, unterlag keinem Zweifel.

Empfohlene Zitierweise:
W. Belka: Der Gespensterlöwe. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 10. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_Gespensterl%C3%B6we.pdf/11&oldid=- (Version vom 31.7.2018)