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Mühe haben, sie abzuschneiden. Sie umgeben sich nämlich mit einem förmlichen Panzer aus Sandkörnchen, um die Verdunstung der in ihnen enthaltenen Wasserteilchen zu erschweren.“

Gleich darauf ließ sich Paul an dem Burnus des Doktors von dem Pilzfelsen herab und schnitt eine ganze Menge von kräftigen Zweigen ab, die nachher durch Stücke des Burnus zu besonders geformten Gestellen zusammengebunden wurden. Diese erhielten Überzüge aus dem Stoff des Mantels und ähnelten – freilich recht entfernt nur! – menschlichen Oberkörpern. – –

Zwei Stunden später war es Zeit … Der Mond mußte sofort hinter einer dichten Wolkenbank verschwinden.

Pinkemüller und Paul führten die Dromedare ins Freie – gerade in dem Augenblick, als das bleiche Mondlicht der nächtlichen Wüste völlig entzogen wurde.

Der Doktor hatte schon zwei der stachligen Früchte von Calligonum bereitgehalten, klemmte sie den Reittieren unter die Schwänze, und alsbald rasten die Dromedare wie besessen davon, nachdem sie erst noch einige Male wütend ausgekeilt hatten.

In den Sätteln der Tiere aber schienen die beiden Deutschen zu sitzen – schienen …! Und wirklich: die Beduinen hielten diesen plötzlichen Vorstoß, für einen verwegenen Durchbruchsversuch der Eingeschlossenen. Schüsse knallten, lauter Lärm erhob sich; dann wurde alles still …




Empfohlene Zitierweise:
W. Belka: Der versteinerte Wald. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1916, Seite 11. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Der_versteinerte_Wald.pdf/12&oldid=- (Version vom 31.7.2018)