Seite:Die Herrin der Unterwelt.pdf/172

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mitgespielt hatte als mir, wurde jetzt auf Gabaras Befehl eine Lassoschlinge über den Kopf geworfen, ein Krieger erkletterte einen Baum, und …

Patumengi starrte Gabara lange an.

„Heiitsch, wo ist Homra?“ fragte er, während ich in ohnmächtigem Grimm mit ansah, wie die Schlinge sich enger und enger zog.

Gabara gebrauchte ein ordinäres Schimpfwort …

„Homra?! – Hoffentlich haben ihn die Hyänen gefressen, den …“

Der Zwerg schwebte schon halb in der Luft.

Röchelnd stieß er hervor: „Gabara, deine Zeit ist da!! Schau’ dich um!!“

Zwischen den Zelten erschien ein Dromedarreiter, – bucklig, in bunte Decken gehüllt, den Zipfel einer Decke vor dem Gesicht: Homra!

Der Heiitsch schnellte empor.

Homra trabte durch die zurückweichenden Krieger, – ein Messer blinkte, der Lasso fiel herab, Patumengi sank nach vorn ins Gras, und der Oberpriester glitt aus dem Sattel, lüftete die Schlinge und richtete den Halberwürgten auf.

Gabara wollte ihn wegstoßen …

„Menge dich nicht ein, Homra, – hier befehle ich, hier wird …“

Die gebieterische Handbewegung des Buckligen, dessen dick geschwollene Finger von Schmutz starrten, brachte ihn zum Schweigen.

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Die Herrin der Unterwelt. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1930, Seite 171. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Herrin_der_Unterwelt.pdf/172&oldid=- (Version vom 31.7.2018)