Seite:Die Philosophen aus dem Uranus.djvu/183

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beneidet, und vom Volke geliebt. Als Edelmann konnte er mit seinen Einkünften glänzen, ohne die Untertanen zu drücken. Er war reich, und sie waren glücklich. – Der Vater des izigen Fürsten vermählte sich mit einem Mädchen aus einem reichsgräflichen Hause, die es sich zur Bedingung machte, daß der Herr Bräutigam sich in die höhere Klasse von Adel erheben lassen müsse, aus der sie zu ihm herab gestiegen war. Dies geschah! der Herr Gemahl, der vorhin ein groser Edelmann gewesen war, wurde nun mit einem mal ein kleiner Graf, denn zum gräflichen State reichten die Einkünfte nicht zu, und die eitle Gattinn hatte ein zu geringes Vermögen beygebracht, als daß man mit demselben die Lücken, die die Gutseinkünfte offen liesen, hätte ausfüllen können. Indeß spielte man den Grafen, so gut es seyn konnte. Die Zahl der Domestiken und der Pferde wurde vermehrt; man schuf den Schloßgarten in einen Park um, die Livreen und Equipagen wurden prächtiger; der Beamte erhielt den Charakter eines Kanzleidirektors;

Empfohlene Zitierweise:
Johann Gottfried Pahl: Die Philosophen aus dem Uranus. [Andrä], Konstantinopel [i.e. Leipzig] 1796, Seite 183. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Philosophen_aus_dem_Uranus.djvu/183&oldid=- (Version vom 31.7.2018)