Seite:Die araner mundart.djvu/272

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æsī-, s. æs.

æskənī, s. æskn̥.

æskn̥, m., „aal“, easgan, aus escung; St.-B. 15, A. 42. – gen. æskn̥, pl. æskūn und æskənī.

tā kreḱn̥̄ n̥ æskn̥ šĺauən. „Die haut des aals ist glatt.“ – warə n c-iəskərə še æskūn [oder æskənī] ərḗŕ. „Der fischer hat gestern sechs aale gefangen.“

æsōg, m.?,[A 1] „wiesel“, easog, von ness „mus longa“; Z.-E. 49, W. 706.

tā šē xō ækəšəx leš n̥ æsōg. „Er ist mürrisch wie ein wiesel.“

æspə, f., „mangel“, easbaidh, aus esbaid, esbuid; W. 529, Atk. 687.

tā šin duəl d æspə ūsāȷə. „Das liegt am mangel an übung.“

æspəg, æspōg, m., „bischof“, easbog, aus epscop; Z.-E. 169, A. 57, W. 524, Atk. 681.

ə givnīn̄ tū ḱē n sōŕc l̄ā vī ān̄, ən uər[A 2] ȷeŕnəx ə hāniǵ ə c-æspəg? kivnīm. „Entsinnst du dich, was für ein tag es war, als der bischof das letzte mal kam? Jawohl.“

æspōg, s. æspəg. Vgl. ārd-æspəg.

æš, s. æs.

æš-aiŕə, f., „auferstehung“, eiseirghe, aus esséirge; Z.-E. 229, 320, 870, W. 529, Atk. 688, A. 196.

ḱŕeȷĭm ə n-æš-aiŕə nə gorp. „Ich glaube an eine auferstehung des fleisches.“

æšcə, s. æs.

æšcəx, „seltsam, komisch“, aisdeach, aus aiste „nature, peculiarity“; Atk. 534.

n̄ax æšcəx ə šḱēl ē? „Ist das nicht eine seltsame geschichte?“ – tā šē rī æšcəx gə mĭøx n̥ ȷīnēr[A 3] xō ȷeŕnəx. „Es ist recht eigentümlich, dass wir so spät am mittag essen sollen.“

æšcəšə, s. æs.

æšcŕ̥, m.,[A 4] „reise“, aistear, aus astar, astur; W. 377, Atk. 548. – gen. æšcŕ̥ə. Hinsichtlich des ŕ siehe æmšŕ̥.

Empfohlene Zitierweise:

Franz Nikolaus Finck: Die araner mundart. N. G. Elwert’sche Verlagsbuchhandlung, Marburg 1899, Seite 30. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_araner_mundart.djvu/272&oldid=2848599 (Version vom 17.6.2016)