Seite:Die araner mundart.djvu/281

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
– 39 –
blume der frauen.“ – nuəŕ ə haiən̄s nə mnā ḱȧn̄əxt ēdə, fiəxn̄ šēd, ḱē n sōŕc əs fǡr ə hȧnīš lōb; s b ēȷŕ̥ gə dauəȷīš ə xiȷ əs donə jīb hŕēš æmšŕ̥ wōr ə xȧhə ʒā viəxń̥c. „Wenn die frauen kleider einkaufen gehen, dann sehen sie zu, was ihnen am besten gefällt; und doch passiert es ihnen, dass sie nach langem prüfen das wählen, was ihnen am schlechtesten passt.“ – ə wnā uəšlə! [od. ə wnā mōrə!] „Meine damen!“ [nur auf höherstehende angewandt]. – ə væn xōr! = franz. madame! [anrede jeder achtbaren, verheirateten frau].
2. „ehefrau“.
hāniǵ ȷŕāhŕ̥ mə wnȳ ən̄šó əńú. „Mein schwager ist heute hierher gekommen.“ – wil də væn sə mŭȧlə? „Ist deine frau zu hause?“ – tōŕ mə vȧn̄əxt gə də væn! „Grüsse deine frau von mir.“
Vgl. bænəltrə, bæn-liə, bænōg, bȧn-riən, bæncŕəx, kȧlīn.

bænəltrə,[A 1] f., „amme, kinderwärterin“, beanaltra, aus ben [s. bæn] und altram „nutrimentum“; A. 20, St.-B. 20, Z.-E. 771, W. 360, Atk. 536. Vgl. æməȷ.

bæn-liə, f., „krankenpflegerin“, bean-liaigh, aus ben [s. bæn] und liaig „medicus“; Z.-E. 19, W. 662, St.-B. 251, Atk. 784. – liə „arzt“ wird nicht mehr gebraucht; vgl. doxtūŕ.

bænōg,[A 2] f., „weib, jungfrau“, banóg, ableit. von bæn.

š ī tau na mænōg. „Sie ist die auserwählte der frauen.“

bæn-riən, f., „königin“, ban-ríghan, aus ben [s. bæn] und rígan „königin“; St.-B. 230, Atk. 850, W. 740.

dūrū n l̄ā hȧnə, gə ȷøkəx n̥ vȧn-riən ənšó gəs ə mōr uəšlə lē. „Neulich wurde erzählt, die königin werde mit ihrem hofstaat hierherkommen.“ – wil is at, ḱē ves n-ə kō-frinsə hŕēš nə bæn-riən šə? „Weisst du, wer der jetzigen königin auf den thron folgen wird?“

bȧncŕəx, f., „witwe“, bain-treabhach, aus ben [s. bæn] und nir. treabhach „pertaining to a family or tribe [O’R.] von treb; W. 845, Atk. 933.

tā šī n-ə bȧncrəx.[1] „Sie ist witwe.“

bæŋkə,[A 3] f., „bank“ [der geldwechsler], beanca, aus engl. bank.

fȧr nə bæŋkə. „Bankier.“
  1. Sic; bȧncŕəx
Empfohlene Zitierweise:
Franz Nikolaus Finck: Die araner mundart. N. G. Elwert’sche Verlagsbuchhandlung, Marburg 1899, Seite 39. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_araner_mundart.djvu/281&oldid=- (Version vom 31.7.2018)