Seite:Die araner mundart.djvu/375

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tā n bōhr̥ ǵǡr. „Der weg ist kurz.“ – n̄ax ǵǡr n̥ l̄ā ē? „Wie kurz der tag ist.“ – tā nə l̄ēhī fāl ńīs ǵørə əníš. „Die tage werden jetzt kürzer.“ - is ǵǡr, gə mĭai šē gə mŭȧ əŕī́šc. „Er wird bald wieder wohl sein.“

ǵǡrĭm, zuweilen ǵirĭm,[A 1] „kürze, schneide“, gearraim, aus gerraim, W. 593, Atk. 737. – Vgl. ǵǡr.

ǵǡrə myȷ ə fēr. „Wir wollen das gras schneiden.“ – gax uəŕ, dā jaihā nə græǵ, ǵǡrtī hū. „Jedesmal, wenn du unter die felsen gegangen bist, hast du dich geschnitten.“ – vī n mŭȧȷə rō adə, agəs wȧn mə jŕāhŕ̥ pīs ȷe agəs jir šē ē. „Der stock war zu lang; daher hat mein bruder ein stück abgenommen und ihn so kurz genug gemacht.“ – ǵir n̥ bōhr̥! „Mache den weg kurz!“ [durch unterhaltung].[A 2]

ǵelān, m., „helle“, gealán, O’R., von ǵǡl.

cīńcə ǵelān. „Feuerschein.“ [Zuweilen vom blitz gesagt. Vgl. l̄asŕ̥.][A 3]

ǵerə, s. ǵǡr.

ǵerəmān, f., „Deutschland“, gearmain, O’R.

ǵeremōnəx,[1] „deutsch“, gearmáineach. Keat.

ǵē, f., „gans“, gé, gédh, géadh, aus géd; St.-B. 109, W. 589.

ǵēg, f., „ast, zweig“, géag, aus géc; St.-B. 69, W. 589. – Vgl. ǵēgān.

ǵēgān, m., „ast, zweig“, géagán, O’R., von ǵēg.

is ǵēgān mōr ē. „Das ist ein grosser ast.“ – xrox mē mē[2] hata æs ǵēgān n̥ xrīń. „Ich habe meinen hut an einem aste des baumes aufgehängt.“

ǵēr, gēŕ,[A 4] „scharf, sauer“, géar, aus gér; W. 592, Atk. 737.

tā n blāx ǵēr. „Die buttermilch ist sauer.“ – tā n køln̥̄ ǵēr. „Die stechpalme ist scharf.“

ǵēŕ,[A 5] s. ǵēr.

ǵiəl̄, m., „kinnlade“, gial, giall, O’R., aus giall, W. 573.— Vgl. karəbəd.

tā šē mantəx, ʒā iəkl̥ æs ə jiəl̄. „Er ist wie zahnlos, zwei zähne sind aus seiner kinnlade herausgefallen.“
  1. Sic; ǵerəmōnəx
  2. Sic;
    Empfohlene Zitierweise:
    Franz Nikolaus Finck: Die araner mundart. N. G. Elwert’sche Verlagsbuchhandlung, Marburg 1899, Seite 133. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_araner_mundart.djvu/375&oldid=- (Version vom 31.7.2018)