Seite:Die araner mundart.djvu/384

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
– 142 –

imərkə, s. imørkə.[A 1]

imī-, s, imīm.

imīm, „gehe fort“, imthighim, aus immthigim, Z.-E. 876, Atk. 762, W. 629. – Vgl. iməxt.

imī lȧt! „Fort mit dir!“ – imĭō mē ənís,[A 2] tā šē ə n-ām. „Ich werde jetzt gehen, es ist zeit.“

imĭō, s. imīm.

imləkān, m., „nabel“, imliocán, aus imlecán, A. 93, St.-B. 35, W. 626.

imørkə, imərkə, imr̥kə,[A 3] f., „überschuss“, iomarca, Keat.

tā imørkə vĭøg saln̥̄ ān̄. „Es ist zu wenig salz daran.“

imr̥kə, s. imørkə.

imū, m., „fülle, menge“, iomad [Keat.], iomadh, aus immad, imbed, St.-B. 46, A. 92, Z.-E. 801, W. 616, Atk. 760.[A 4]

is imū dȳnə[A 5] əŕ n̥ ȳnəx. „Es ist eine menge von leuten auf der messe.“[A 6]

in̄-, s. i.

ińəx, m., „einschlag“ [beim gewebe], inneach, O’R. – Vgl. dəlū́ „kette.“

ińń̥, f., „gehirn“, inchiun, aus inchind, St.-B. 30. W. 635, 636, A. 767.

bŕišəv plēsk ə çīń, agəs hāniǵ n̥ ińń̥ əmáx. „Seine hirnschale brach, und das gehirn kam heraus.“

ińcə, s. i.

ińūn, f., „amboss“, inneóin, aus indeóin, St.-B. 15., 167.

ińūn, f., „zwiebel“, oininn, O’R.

inəd, m., „stätte, statt“, ionad, aus inad, A. 86, W. 635, Atk. 766.

inəd ȷē = cȧx ȷē „gotteshaus“. – fȧr inəd īsə ḱrīst. „Der stellvertreter Jesu Christi.“

iniəxə, pl., „Indien“, nə h-iniəxə heŕ. „Ostindien.“

iniš, f., „insel“, inis, St.-B. 46, Atk. 771, W. 642, nur in iniš wōr ārń̥, pərā́šcə iniš mōŕ, iniš-mĭān, inišī́r, iniš-sī́r [Vgl. ārń̥]; sonst heisst insel ilān.

Empfohlene Zitierweise:
Franz Nikolaus Finck: Die araner mundart. N. G. Elwert’sche Verlagsbuchhandlung, Marburg 1899, Seite 142. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_araner_mundart.djvu/384&oldid=- (Version vom 31.7.2018)