Seite:Einige Bruchstücke, als Beyträge zur ältern Geschichte des Fränkischen Adelichen Geschlechts der Freyherren von Seckendorf.pdf/11

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selbst, sondern auch deinen Stamm und Geschlecht, damit zueignen werdest, gnädiglich gegen dir erkennen, es auch unßern Kindern einbilden, die es künfftig dir und deinen Kindern in Gnaden bedencken, und unvergeßlich bleiben: und wiewohl wir Unß deß ungezweiffelt zu dir getrösten und versehen; so begehren Wir doch deß, dein verschrieben Antwortt, Unß mit den kosten und andern darnach haben zu richten, datum Collenberg am Dienstag nach Dionissy an. 1474.

Aufschrift
Unsern lieben getreuen Hanßen von Seckendorff zu Möhren.


Eben dieser Hanß von Seckendorf hatte im Jahr 1500 folgenden Vorfall, der nicht sowohl an sich selbst, als wegen der hierunter ergangenen, ganz dem Genius jener finstern Zeiten angemessenen Entscheidung der Sache merkwürdig ist. Es wurden nämlich am Kirchweyhtage zu Gundelsheim von den von Seckendorfischen Kirchweyhbeschüzern zwey Männer, die diese Feyerlichkeit besucht hatten, Namens Michael Dötel von Gundelsheim und Georg Schwal von Büttelbronn, erschlagen, und deswegen, auf Anrufen beyder Theile, sowohl die Kirchweihschüzen, als auch der Getödeten Wittwen und Kinder von dem Pfalzgrafen bey Rhein und Herzogen in Nieder- und Ober-Bayern,