Seite:Experimental-Untersuchungen über Elektricität 09.pdf/15

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Schließen und Oeffnen von dieser unausgesetzten Wirkung zu unterscheiden.

1083) Bei Anwendung der dickdrahtigen Schraube (1055) ergaben sich dieselben Resultate. Ausgehend von der bekannten Thatsache, daß elektrische Ströme von großer Quantität, aber geringer Intensität, wohl fähig sind, dicke Drähte in’s Glühen zu versetzen, nicht aber dünne, gebrauchte ich jedoch bei einen sehr dünnen Platindraht, und verringerte seinen Durchmesser so weit, bis bei und ein Funke erschien, wenn der Contact daselbst unterbrochen ward. Ein ein Viertelzoll langes Stück eines solchen Drahts konnte bei eingeschaltet werden, ohne durch die bei und unterhaltene Berührung in’s Glühen zu kommen; als aber an einer dieser Stellen die Berührung unterbrochen ward, wurde dieser Draht rothglühend. Durch diese Methode ist also erwiesen, daß in diesem Momente ein inducirter Strom entsteht.

1084) Nun wurden chemische Zersetzungen durch den Strom des Querdrahts bewirkt, und zu dem Ende bei ein Elektromagnet, so bei ein Zersetzungsapparat mit Jodkalium-Lösung in Papier angewandt (1079). Die Leitungskraft des Verbindungssystems war hinreichend den primären Strom vollständig fortzuführen, und daher fand, so lange die Berührung bei und unterhalten ward, keine chemische Action bei statt. Allein so wie diese Berührung unterbrochen ward, trat bei sogleich Zersetzung ein. Das Jod erschien am Draht und nicht am Draht , was beweist, daß der bei Unterbrechung des Contacts durch die Querdrähte gehende Strom die umgekehrte Richtung von dem mit einem Pfeil bezeichneten Strom besitzt, d. h. von dem, welchen der Elektromotor durchgesandt haben würde.

1085) Bei diesem Versuch tritt an der Trennungsstelle ein heller Funke auf, was beweist, daß nur ein kleiner Theil des Extra-Stroms bei durch den Apparat