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Weihnachtslied.

Dieß ist der Tag, den Gott gemacht;
Sein werd in aller Welt gedacht!
Ihn preise, was durch Jesum Christ
Im Himmel und auf Erden ist!

5
     Die Völker haben dein geharrt,

Bis daß die Zeit erfüllet ward;
Da sandte Gott von seinem Thron
Das Heil der Welt, dich, seinen Sohn.

     Wenn ich dieß Wunder fassen will:

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So steht mein Geist vor Ehrfurcht still;

Er betet an, und er ermißt,
Daß Gottes Lieb unendlich ist.

     Damit der Sünder Gnad erhält,
Erniedrigst du dich, Herr der Welt,

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Nimmst selbst an unsrer Menschheit Theil,

Erscheinst im Fleisch, und wirst uns Heil.

     Dein Gott, Zion, kömmt zu dir.
„Ich komm, im Buche steht von mir;
Gott, deinen Willen thu ich gern.“

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Gelobet sey, der da kömmt im Herrn!


Empfohlene Zitierweise:
Christian Fürchtegott Gellert: Geistliche Oden und Lieder. in der Weidmannischen Handlung, Leipzig 1757, Seite 72. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Geistliche_Oden_und_Lieder-Gellert.djvu/96&oldid=- (Version vom 1.8.2018)