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Ausgabsposition in der Klosteramtsrechnung von 1606 deß Inhalts: „Von dem Altar, welcher ihrer Majestät nach Prag überschickt worden, einzuschlagen, laut Zettuls 2 fl. 3 Ort, 11 dl.“ In der Theinskirche zu Prag, wohin diese Dürer’schen Bilder angeblich gekommen sind, sind sie nicht vorhanden.

15. 1518 zahlte unser Abt 11 fl. aus seiner Privatkasse pro armis comitum de Abenberg. Es war ein Rundschild mit dem Wappen der Grafen von Abenberg: zwei übereinander gehende Löwen oder Leoparden im blauen Felde, im Helmschmuck ein sitzender Löwe zwischen Büffelhörnern. Der in Heilsbronn nicht mehr vorhandene Rundschild hing im östlichen Chor der Kirche, dem Dedikationsbilde gegenüber und wurde von den oftgedachten Kopisten um 1600 sorgfältig abgezeichnet und abgeschrieben. Einem dieser Kopisten zufolge lautete die Rundschrift: Arma et insignia comitum de Abenberg, hujus monasterii fundatorum fidelium. Zwei andere Kopisten schrieben – ohne Zweifel richtiger – hujus monasterii in fundatione dotatorum fidelium. Es war kein Todtenschild zum Gedächtniß eines Grafen, sondern eine Darstellung des Familienwappens der Grafen von Abenberg überhaupt. Vgl. oben S. 178.


C. Restauration der zweiten Orgel i. J. 1514/15.

Von der Hauptorgel und deren Erneuerung war beim vorigen Abt die Rede. Die zweite Orgel stand auf einer Emporkirche im nördlichen Querschiff. Die durch unsern Abt vollzogene Restauration war bedeutend, da drei Zentner Zinn und 23 Felle verwendet wurden. Der Orgelbauer, Meister Joh. Kindler erhielt zum Lohn 200 fl., dazu täglich 3 Maas (mensuras) Wein, seine Leute (familiares) des Morgens und Abends einen Trunk (haustum) und Speisen (esculenta) aus der Küche unseres Abts. Die Baarauslagen berechnet der Granarius auf 332 fl.


D. Kirchenornat.

Dafür verausgabte unser Abt Folgendes: Im Jahre 1500 für einen Ornat von blauem Sammet mit Bildern, eine Kasula, zwei Tunicas und drei Alben 100 fl. Für Restauration der

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 1). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 230. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_1).pdf/246&oldid=- (Version vom 1.8.2018)