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Krone des heiligen Achacius und einer Monstranz von Elfenbein 11 fl. 1501 für Restauration der Kasula[1] mit den Blutstropfen und mit einem Kreuz von Perlen 27 fl. Zuverlässig ein kostbares Meßgewand, da die bloße Renovatur 27 fl. kostete; vermuthlich dasselbe, welches 1853 noch theilweise in Heilsbronn war, dann aber nach München abgeliefert wurde. Der Perlenschmuck davon war längst abhanden gekommen, die Stickerei auf der Kasula aber noch theilweise erhalten. Der untere 11/2 Fuß hohe Raum zeigt das Bild des Ritters St. Georg im Panzerhemd, welcher seinen Sper dem Lindwurm unter seinen Füßen in den Rachen bohrt. Die ganze Figur ist nicht mit Seide, sondern mit ungebleichtem Zwirn gestickt. Über dem Ritter erhebt sich das Kreuz, vier Fuß hoch, ein ungezimmerter Baumstamm mit Astknorren. Unter dem Kreuz vier buntgekleidete Frauen mit Heiligenscheinen, ein römischer Kriegsknecht, vor diesem der Hauptmann, eine Hand zu dem Gekreuzigten emporhebend. Jede dieser Figuren ist aus Seide gestickt, einen Fuß hoch und ziemlich gut erhalten. Dagegen ist die Figur des Heilands sehr defekt und nur in ihren Umrissen noch sichtbar. Oberhalb des Querbalkens sind rechts und links die Brustbilder der Apostel Petrus und Paulus; über dem Kreuz das defekte und daher schwer zu deutende Brustbild eines Mannes; im Heiligenschein des Heilands drei ebenfalls schwer zu deutende Chiffern. Der Hintergrund war mit schneckenförmigen Gewinden ausgefüllt und diese blutroth gefärbt, daher die Bezeichnung: „mit den Blutstropfen.“ Das ursprüngliche Roth ist braun geworden; nur die Fäden aus der Restaurationszeit sind noch blutroth. 1513 schaffte der Abt für 92 fl. zu den bereits vorhandenen zwei Hirtenstäben einen dritten an, 10 Mark, 3 Loth, 3 Quintlein wiegend; gleichzeitig für 112 fl. zu den vorhandenen Infuln eine dritte.


E. Bücher.

Ausgaben für gedruckte Bücher (z. B. die Werke von Galiläi) kehren fast in jeder Abtsrechnung wieder; oft auch Ausgaben


  1. Vgl. Stillfried S. 317 und 319.
Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 1). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 231. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_1).pdf/247&oldid=- (Version vom 1.8.2018)