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vacantem ex libera resignatione honorabilis viri domini et magistri Jodoci Beck de Windscheim, sacerdotis herbipolensis, ejusdem novissimi possessoris, cujus collatio ad nos dinoscitur pertinere, discretum virum dominum Caspar Beck, presbyterum herbipolensem, pro rectore perpetuo vestrae reverendae paternitati praesentibus duximus praesentandum. Datum in fonte salutis 1498 quinta mensis Octobris.

In keinem der Pfarr- und Kirchdörfer, welche das Kloster acquirirte, wurde das Lokalkirchenvermögen dem Klosterfond einverleibt. Auch Bürglein behielt nach wie vor sein eigenes Kirchenvermögen, aus welchem die Kosten für Kirchenbedürfnisse und Kultusbauten bestritten wurden. Das Kirchenvermögen war aber zu allen Zeiten gering, daher oft unzureichend für das Bedürfniß. Trat dieser Fall ein, so leistete das Kloster Zuschuß, z. B. i. J. 1445 plebano in Burgles pro constructione domus suae 20 fl. = 106 talenta; i. J. 1488 für das Pfarrhaus 10 Sra. Getreide. Über die Zustände in Bürglein im Reformationsjahrhundert ist oben, besonders Abschn. VI, 1 berichtet worden.

Während der drei ersten Jahre des dreißigjährigen Krieges trat in Bürglein noch keine sehr empfindliche Störung ein, so daß 1621 der Neubau des Pfarrhauses ungestört vollzogen werden konnte. Im darauffolgenden Jahre 1622 beschränkten sich die Kriegsschäden im Pfarrhause auf „etliche von den bayerischen Reitern und Streunern eingeschlagene Kacheln und Fenster, für deren Reparatur die Kirchenstiftung 1 fl., 4 Ort, 6 dl. zahlte. 1623 wurde die Synode „wegen durchziehenden fremden Volks“ vertagt; doch hielt der Pfarrer G. L. Renner seine Kapitelspredigt nachholend am 18. Juli in Langenzenn und erhielt seinen Gulden Diäten aus der Kirchenstiftung vergütet. Bei dieser Stiftung ergab sich noch sieben Jahre lang keine wesentliche Änderung bezüglich der Einnahmen und Ausgaben. Jahr für Jahr konnten die Rechnungen abgehört, auch an Durchreisende, „die anderwärts durch das Kriegsvolk verderbt worden waren,“ Almosen gezahlt werden. Die Diöcesansynode wurde bisweilen

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 171. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/173&oldid=- (Version vom 1.8.2018)