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Sonnabend wurde an vier Gebäuden zugleich Feuer gelegt. Neun Unterthanen brannten ab, darunter acht heilsbronnische und ein eichstättischer. Der Abt Wunder konnte aus seinen „verrösten und verhauenen“ Wäldern das erforderliche Holz zum Wiederaufbau nicht schaffen und bat daher seine Nachbarn, den Bischof von Eichstätt, einen Herrn von Leonrod und den Markgrafen um Beihilfe; Jeder derselben lieferte bereitwillig 30–40 Baustämme. Im 30jährigen Kriege litt Hirschlach weniger, als das benachbarte, ganz eingeäscherte Heglau. 1635 waren von den 21 heilsbronnischen Unterthanen 6 am Leben, 11 gestorben, 4 weggezogen. Von den 21 Anwesen verödeten 12; nur 2 brannten ab. Von einem Schloß, das dort vorhanden gewesen und im Kriege untergegangen sein soll, geschieht in der amtlichen Erhebung der Kriegsschäden keine Erwähnung.


24. Höhberg,

Weiler bei Mörsach und Gunzenhausen. Das Kloster hatte dort fünf Unterthanen, von welchen während des 30jähr. Krieges i. J. 1635 vier starben, der fünfte zog weg.


25. Ismannsdorf,

Weiler bei Windsbach. Schon der 2. Abt Nikolaus (s. dort) erwarb ein Gut in „Isiboldesdorf“. Von 1338 bis 96 kamen 4 Höfe an das Kloster. Der Verkäufer eines dieser Güter i. J. 1341 war Seifried von Lebzingen (Löpsingen). Die Verkäufer eines andern Guts waren die Herren Ulrich und Berthold Haller i. J. 1383. Einen dritten Hof und die Mühle kaufte 1396 der Abt Stromer von Friz und Berthold Behaim von Nürnberg. Nach dem Tode des vieljährigen Bursarius Heinrich Holzschuher schenkte dessen Bruder Berthold dem Kloster 52 Talente zum Ankauf von Gefällen in Ißwoltzdorff. Fünf Anwesen wurden heilsbronnisch, darunter die Mühle, welche im 30jährigen Kriege nicht abbrannte, aber einfiel. Ein Hof brannte ab.


26. Kemmathen,

Weiler bei Herrieden. Konr. Ozenberger kaufte 1336 von

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 451. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/453&oldid=- (Version vom 1.8.2018)