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vor die Capell bei Burk gelegen auf dem Steinach.“ Nicht minder heftig stritten Heilsbronn, die Seckendorfe und der Markgraf über den Neugereuthzehnten in Burk, Bruck, Meierndorf, Friedrichsthal, Brunn und Schlierberg. Zur Bereinigung der Sache auf Grund der Saalbücher tagten daher 1567 in Königshofen der Richter Weikersreuter von Heilsbronn, der Amtmann Besler von Forndorf und der Doktor Purkel von Onolzbach.

1550 wurde die Gemeinde Burk von einem heilsbronner Unterthan daselbst, Hans Dremel, terrorisirt. Dieser reutete mit Hilfe einiger Gesellen Hutplätze und beeinträchtigte dadurch die Viehweide, weßhalb die übrigen Insassen ihn beim heilsbronner Vogt Werlein in Waizendorf verklagten. Auf Grund eines von den Dorfherrschaften angeordneten Augenscheins wurde gegen Dremel erkannt und ihm auferlegt, sein Anwesen zu verkaufen und wegzuziehen. Weib und Kind zurücklassend zog er weg, nachdem er zuvor des Sonntags Nachts einen Feinds- und Fehdebrief folgenden Inhalts an das Kirchhofthor angeschlagen hatte: „Den Münchischen und Pfäffischen, Heilsbronn und Chorstift (Herrieden), sag ich ab auf Leib und Leben, Ehr und Gut, Rauben und Brennen, auf Wasser und Land, wo ich ihnen beikommen kann. Das sollen sie zu mir sich versehen, die wider mich gehandelt haben. Geschrieben am 2. Sonntag nach Ostern.“ Die bedrohte Gemeine bat den Markgrafen, als den mächtigsten unter den Dorfherren, um Schutz. In den weitläuftigen und unerquicklichen Verhandlungen über all diese Vorgänge findet sich nicht der leiseste reformatorische Anklang. Burk, im 30jährigen Kriege zwar kein Schlachtort, litt gleichwohl außerordentlich. Der Vogt Förster von Waizendorf berichtete am 26. Januar 1644: „Burk ist ganz ausgestorben und liegt öde, ist auch der meiste Theil abgebrunnen.“


9. Dambach,

Pfarrdorf am Hesselberg. Miles Heinrich von Kemenaten verkaufte 1311 seine dortigen Güter für 64 Pfund Heller an das Kloster; ein Heinrich Stunde ein Lehen daselbst i. J. 1334 unter Siegelung „des Herrn Ritters Konrad von Pfalheim, Pflegers

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Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 503. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/505&oldid=3315973 (Version vom 31.7.2018)