Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2).pdf/504

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

gelegen und um ihre Siegel gebeten Junker Friedrich Holzinger zu Wisenbrugg und Junker Mich. Tanner zu Tann gesessen.“ An den 24. Abt Haunolt verkaufte 1488 Leonhard von Höfstetten ein Wieslein unterhalb Burk für 20 fl. unter Siegelung von Herrn Wilhelm Adelmann, Ritter, zur Zeit Amtmann zu Kammerstein, und Hans von Leonrod zu Leonrod. Ein Kaufbrief von 1518 lautet: „Wir Leonhard Blasius und Melchior Mugnit, genannt Brudere, bekennen, daß wir verkauft haben an Herrn Abt Sebald unser Gut sammt zwei Gärten, 41/2 Mgn. Holz und 61/2 Mgn. Äcker für 41 fl. Deß zu Urkund haben wir gebeten den vesten Herrn Cunrad von Ehenheim zu Forndorf, sein Siegel anzuhängen.“ 1542 kaufte der 28. Abt Wagner für 160 fl. im sogenannten „Himmelreich“, zwischen Burk und Friedrichsthal, 3 Weiher und 3 Fischgruben, welche ihr Wasser aus dem Blasiusbrunnen haben: die letzte dortige Acquisition. Die Verkäufer waren Bauern aus Heinersdorf, Beierberg und Dambach. Der Kaufbrief wurde in Waizendorf ausgefertigt und besiegelt von Hans von Leonrod, Pfleger zu Arberg, und von Arnold von Seckendorf zu Bechhofen.

Im Reformationsjahrhundert waren Dorfherren in Burk: der Markgraf; Apel von Seckendorf zu Birkenfels; Wolf von Ehenheim zu Forndorf; das Chorstift Herrieden und das Kloster Heilsbronn. Jeder dieser Dorfherren hatte seine eigene Gerichtsbarkeit. Aus dieser Vielköpfigkeit erwuchsen fortwährend Streitigkeiten, besonders über den Hirten und den Schaftrieb. Des Hirten Obrigkeit war zunächst die Gemeinde. Klagen gegen diese hatte er bei dem Gerichte einer dieser Dorfherrschaften anzubringen; dabei stand ihm die Wahl frei. Anstand von Seckendorf zu Forndorf beanspruchte 1557 die Gerichtsbarkeit über den Hirten ausschließlich für sich. Die Folge war ein weitläuftiger und hitziger Notenwechsel. Dasselbe ergab sich bei einem endlich durch Schiedsgericht beigelegten Streit der Gemeinde Burk gegen den markgräflich-forndorfischen Schäfer von Matzmannsdorf. Die Gemeinde berief sich auf einen Vertrag von 1509, laut welchem „der Schäfer von Matzmannsdorf nicht treiben soll

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 502. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/504&oldid=3315972 (Version vom 31.7.2018)