Geschichte von Kloster Heilsbronn/Heinersdorf

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Höfstetten (Das Amt An der Wieseth oder Waizendorf) »
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[507]
15. Heinersdorf,

Weiler bei Königshofen. In der oben besprochenen päpstlichen Bulle von 1249 wird „Hoienarsdorf“ unter den Orten genannt, bei welchen der 9. Abt Edelwinus Güter erwarb. Im 15. Jahrhundert kamen mehrere Güter in und bei Heinersdorf an das Kloster durch Kauf von der Adelsfamilie von Holzingen, welche in dem benachbarten Wiesethbruck ein Schloßgut besaß. Klaus von Holzingen und seine Frau Elsbeth von Bopfingen hinterließen drei Söhne: Johann wurde Ordensgeistlicher in Elwangen; Konrad und Friz erbten zu gleichen Theilen das Schloßgut in Wiesethbruck, dazu Güter in Mörlach, Haag, Aub (zu der Awi), Kolenschneidbach, Voggendorf und Heinersdorf. [508] Friz kam in den Besitz dez ganzen Schloßgutes, indem er seinem Bruder die ihm zugefallene Hälfte für 900 fl. abkaufte. Dazu kaufte er 1430 von den Gebrüdern Konrad und Heinrich von Lentersheim in Muhr deren Besitzungen in Heinersdorf für 300 fl. Nach Einholung zweier Willebriefe von seinem Lehensherrn, dem Kurfürsten Albrecht Achilles, verkaufte 1458 Friz Holzinger, gesessen zu Dürrwang, seinen Hof in Rottnersdorf (s. dort) und seine Güter in Heinersdorf, darunter auch die Mühle, ferner drei Löher Holz und die Weiher zwischen Heinersdorf und Gastenfelden an den 22. Abt Kötzler für 1870 Gulden, 3 Pfund und 20 Pfennige. Zur Kompletirung dieser Kaufsumme entlehnte der Abt 500 fl. vom Gottshause in Reuth bei Windsbach. Die Mühle in Heinersdorf brannte 1557 ab. Zum Wiederaufbau brauchte der Müller Eichenholz, welches aber in den heilsbronner Waldungen der Vogtei Waizendorf nicht wuchs. Daher bat der 33. Abt Schörner den eichstättischen Pfleger Leonhard von Gundelsheim zu Arberg um Abgabe von Eichenholz aus der Waldung Ortlach. Jakob Vischer hatte von seinem Gute in Heinersdorf jährlich 5 Gulden an das Kloster zu entrichten, welche auf Anordnung des 25. Abts Bamberger in folgender Weise verwendet wurden: Es herrschte damals Jahre lang ringsum Mangel, welcher sich auch den Mönchen durch Abnahme der Körperkräfte recht fühlbar machte. Daher verordnete der Abt, daß für jene 5 Gulden durch den Prior Gewürze angekauft und während der Advents- und Passionszeit die Erbsengerichte gewürzt werden sollten, um die Mönche bei Kräften zu erhalten.