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Friz kam in den Besitz dez ganzen Schloßgutes, indem er seinem Bruder die ihm zugefallene Hälfte für 900 fl. abkaufte. Dazu kaufte er 1430 von den Gebrüdern Konrad und Heinrich von Lentersheim in Muhr deren Besitzungen in Heinersdorf für 300 fl. Nach Einholung zweier Willebriefe von seinem Lehensherrn, dem Kurfürsten Albrecht Achilles, verkaufte 1458 Friz Holzinger, gesessen zu Dürrwang, seinen Hof in Rottnersdorf (s. dort) und seine Güter in Heinersdorf, darunter auch die Mühle, ferner drei Löher Holz und die Weiher zwischen Heinersdorf und Gastenfelden an den 22. Abt Kötzler für 1870 Gulden, 3 Pfund und 20 Pfennige. Zur Kompletirung dieser Kaufsumme entlehnte der Abt 500 fl. vom Gottshause in Reuth bei Windsbach. Die Mühle in Heinersdorf brannte 1557 ab. Zum Wiederaufbau brauchte der Müller Eichenholz, welches aber in den heilsbronner Waldungen der Vogtei Waizendorf nicht wuchs. Daher bat der 33. Abt Schörner den eichstättischen Pfleger Leonhard von Gundelsheim zu Arberg um Abgabe von Eichenholz aus der Waldung Ortlach. Jakob Vischer hatte von seinem Gute in Heinersdorf jährlich 5 Gulden an das Kloster zu entrichten, welche auf Anordnung des 25. Abts Bamberger in folgender Weise verwendet wurden: Es herrschte damals Jahre lang ringsum Mangel, welcher sich auch den Mönchen durch Abnahme der Körperkräfte recht fühlbar machte. Daher verordnete der Abt, daß für jene 5 Gulden durch den Prior Gewürze angekauft und während der Advents- und Passionszeit die Erbsengerichte gewürzt werden sollten, um die Mönche bei Kräften zu erhalten.


16. Höfstetten,

Weiler bei Herrieden. Laut Brief von 1370 „verschaffte Friz Buckel zu Unterschönbrunn sammt Weib und Sohn 52 Pfennige auf einer Wiese zu Höfstetten dem Kloster Heilsbronn um ihrer Seelen Seligkeit willen.“ 1401 verkaufte Konrad Marschalch zu Pappenheim ein Gütlein zu Höfstetten an das Kloster Heilsbronn für 35 fl.

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 508. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/510&oldid=- (Version vom 1.8.2018)