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(consecrationis, siquidem superstitiosorum rituum pontificium solemnitatem ita vocare liceat). Wir danken aber Gott nicht sowohl für die Stiftung des Klosters, als für dessen Reformation durch die gereinigte Religion vor 100 Jahren und für die Stiftung der Fürstenschule vor 46 Jahren. Dann folgt über Otto’s Leben keine historische Forschung, sondern nur eine Zusammenstellung der bereits bekannten theils wahren, theils irrigen Notizen über Otto’s Leben und Wirken und über die Gründung seines Klosters in Heilsbronn. Der Redner folgt meist dem Klosterbeschreiber Bruschius. Mehlführer wird im folgenden IX. Absch. wiederholt genannt werden. Keiner der Titularäbte weilte so lange wie er in Heilsbronn. Nach ihm wurde kein Abt mehr daselbst angestellt.




Neunter Abschnitt.
Die Fürstenschule,[1]
i. J. 1581 gegründet, i. J. 1631 zerstreut.
Die Prediger zu Heilsbronn
in dieser Periode, Nr. 12, 13 und 14.

Die Fürstenschule war keine neue Stiftung, sondern nur eine Fortsetzung und Erweiterung der vom 27. Abt Schopper gegründeten Schule, über welche oben bei den neun letzten Klosteräbten ausführlich berichtet worden ist. Auch wurde in der Fürstenschule keine neue Konfession eingeführt, da die Schopper’sche Schule bereits eine lutherische war. Georg Friedrich und seine Räthe gründeten die Fürstenschule in der besten Absicht. Sie sahen, – was auch wir in den vorigen Abschnitten gesehen haben – daß in ihrem Bereiche das religiös–sittliche Volksleben in allen Schichten auf einer sehr niedern Stufe stand und daß durch Leute, wie sie aus der Schopper’schen Schule hervorgingen, das Volk auf keine


  1. Vgl. Stillfried S. 49.
Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 3). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1880, Seite 13. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_3).pdf/15&oldid=- (Version vom 31.7.2018)