Seite:Gesammelte Schriften über Musik und Musiker Bd.2 (1854).pdf/23

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Meinung und nur der Respect vor diesen Etuden ist derselbe geblieben. Wir legen sie von Neuem Jedem und Allen an’s Herz.




F. W. Grund, 12 große Etuden. Werk 21.


Vielleicht daß mancher die Hand sieht, mit der wir diese Etuden (wie die nachfolgenden von Weyse und Berger) hoch über die Fläche mittelmäßiger Werke halten, welche Ausgezeichnetes weniger namhafter Künstler so oft zurückdrängen, öfters ganz überdecken. – Sie sind dem Meister Moscheles gewidmet, und dürfen es sein; denn wir haben einen Künstler vor uns, der, was ihm von höherer Hand verliehen, auf die würdigste Weise ausgebildet und seiner Kräfte und Mittel sich bewußt, diese in ihrer Ausdehnung angewandt hat. Was uns die Etuden vorzüglich werth macht, ist, daß sie, eben so charakteristisch als technisch-bildend, Nahrung für Hand und Geist zugleich bieten. Wir erinnern uns nirgends eine ausführliche Anzeige gelesen zu haben und geben diese. In der ersten ist eine Figur durchgeführt, die Finger der rechten Hand, namentlich die schwächeren zu stärken. Ein Zug, der dem Componisten beinahe Manier geworden, zeichnet diese Etude wie ziemlich alle anderen aus, daß nämlich nach dem Ende hin gewöhnlich ein neuer melodischer Gedanke