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M. Nic. Boie, folgte, der, nachdem auch Henning Boie im Mitteltheil schließlich seine Entlassung gesucht, die nördliche Hälfte des Mitteltheils mit dem Nordertheil vereinigte, bis er 1591 fast gleichzeitig mit Henning Boie starb, gerühmt von Neocorus, gehöhnt von Karsten Schröder.




Zweiter Abschnitt.
Vom Tode des Herzogs Johann von Hadersleben bis zum Tode Johann Adolfs von Gottorp (1580–1616).


Ehe noch die neue Rechtsordnung, über die sich alle drei Fürsten vereinigt hatten, publicirt werden konnte, war bereits der eine derselben heimgegangen: Johann von Hadersleben, mit Beziehung auf einen jüngern Bruder König Friedrichs II. Johann der Aeltere genannt. Er war beliebt gewesen in Dithmarschen, das er freilich nach der Eroberung nicht wieder betrat. Neocorus nennt ihn einen frommen und gottesfürchtigen Fürsten, und wir sehen, daß seine Unterthanen sich glücklich schätzten, gerade ihm zugefallen zu sein, und daß, wo es galt, Druck und Leid zu mildern, sich die Bitten vorzugsweise an ihn richteten. Er starb unvermählt, so daß sein Tod eine große Veränderung hervorrief, in Dithmarschen der Dreitheilung ein Ende setzte und die Scheidung in Norder- und Süderdithmarschen anbahnte, wie sie bis auf den heutigen Tag besteht. Vorläufig ward diese Scheidung schon am 19. September 1581 gemacht, aber die definitive Feststellung zog sich bis zum 23. April 1582 hin, wo von den beiderseitigen Räthen die Grenze besichtigt und angenommen wurde. Der Mitteltheil wurde durchschnitten, die von den Kirchspielen Meldorf und

Empfohlene Zitierweise:
Wilhelm Heinrich Kolster: Geschichte Dithmarschens. Nach F. C. Dahlmanns Vorlesungen im Winter 1826. Wilhelm Mauke, Leipzig 1873, Seite 133. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Geschichte_Dithmarschens_Kolster_1873.pdf/152&oldid=- (Version vom 14.6.2018)