Seite:Geschichte des Dt Buchhandels 1 05.djvu/068

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1514) erschienen. Letzteres Werk kam auch 1514 bei Adam Petri heraus, welcher außerdem zwei Ausgaben des baseler Sammelwerks: „In utriusque juris libros introductorium“ (1513 und 1517), eine Ausgabe der „Summa Johannis“ von Bruder Berthold (1518), und die einzigen bekannten Ausgaben der „Utriusque juris tituli et regulae“ (1518, 1520) und der (ersten) deutschen Übersetzung der „Institutionen“ („Instituten, ein wahrer Ursprung und Fundament des kaiserlichen Rechtens“) 1519 und 1520 veröffentlicht hat. Eine Ausgabe des „Caccialupi“ erschien auch 1514 bei Bartholomaei. Die Druckereien von Froben und Amerbach und Froben haben die von Sebastian Brant besorgten Ausgaben kanonischer Rechtsquellen, des „Decretum“, der „Dekretalien“ und des „Liber sextus“ in den Jahren 1493, 1494 und 1500 in zusammen sechs Ausgaben geliefert. Von der „Summa Antonina“ ist eine Ausgabe (1511), von der „Lectura Johannis Andreae super arboribus“ sind (in Basel) zwei Ausgaben (1513 und 1517), in demselben Jahr zwei Ausgaben des „Tractatus judiciorum Bartoli“ und von der „Summa Astexana“ ist eine der vorhandenen Ausgaben ohne Ort und Jahreszahl vermutlich bei Bernhard Richel in Basel herausgekommen.

Eine ähnlich bedeutende Stellung nimmt Straßburg ein. Das erste der hier verlegten Werke ist die, wahrscheinlich bei Mentel (1469 und 1472) gedruckte vorerwähnte „Summa Astexana“. Bei demselben Drucker erschien im Jahre 1477 eine der ältesten Ausgaben des „Liber plurimorum tractatuum“, welche auch 1488 (bei Flach), 1490, 1494 und 1499 gedruckt wurde. Bei Flach ist außerdem wahrscheinlich eine der ältesten Ausgaben des „Processus Luciferi contra Jesum“ ohne Zeitangabe und 1521 der „Klagspiegel“ gedruckt. Der „Processus Luciferi“ erschien in Straßburg außerdem im Jahre 1478 und 1488 (ohne Bezeichnung des Druckers), in den Jahren 1477, 1478, 1481 und 1483, viermal bei Knoblochzer, und 1508 oder 1507 in einer Ausgabe mit Holzschnitten bei Prüß. Diese beiden Firmen haben weiterhin auch andere Werke der populären Jurisprudenz gedruckt: Knoblochzer 1482 eine deutsche Bearbeitung der „Summa Joannis Andreae“, 1483 die „Straßburger Formulare und Tutsch-Rhetorika“, welche in demselben Jahre auch bei Prüß erschienen, und von letzterm noch in den Jahren 1493 und 1502 wiederholt gedruckt wurden, wie derselbe auch den

Empfohlene Zitierweise:
Friedrich Kapp: Geschichte des Deutschen Buchhandels Band 1. Verlag des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler, Leipzig 1886, Seite 330. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Geschichte_des_Dt_Buchhandels_1_05.djvu/068&oldid=- (Version vom 1.8.2018)