Seite:Geschichte des Dt Buchhandels 1 A.djvu/013

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zu verrechen latein roch ungepunden neun, latein gemalt eingebunden ein, latein ungemalt eingebunden ein und teutsch roch eingebunden vier pücher; Hannszen Auchers diener gen Lyon geschickt latein roch ungebunden pücher einundvierzig, daran hat er auf rechnung gegeben bei fünfundachzig guldin zehen schilling; Anthoni Kolben gen Venedig geschickt latein roch ungebunden zwenundzwainzig, teutsch roch eingebunden sechs, latein roch eingebunden zwen, teutsch roch eingebunden zwen, latein gemalt unbunden zwai pücher, daran hat er verkaufen anno neunundneunzig verrechet latein roch ungebunden zwelf, latein gemalt eingebunden zwai, teutsch roch ungebunden zwai und teutsch roch eingebunden (?) und daraus geloszt auf abzug alles uncostenen so er ausgeben hat, einundfunfzig duccaten achtzehen pfening sechzehen heller und hat noch unverkauft gehabt latein roch ungebunden zehen, latein eingebunden zwai, teutsch roch ungebunden vier und teutsch roch eingebunden ein cronicka; daran hat er zalt Hannsen Geiger vierzig ducaten, der hie darfür zallt hat am freitag nach Corporis Christi den achten junii negstvergangen fünfundfünfzig guldin reinisch, die in der parschaft ausgetailt sind; Petern Werner gen Bononien geschickt vierzig latein roch ungebunden pücher, daran er zalt hat zwainzig guldin reinisch: Hannesen Firleger gen Florentz geschickt latein roch ungebunden achtundsechzig, latein roch eingebunden ein und latein gemalt eingepunden ein cronicka; soliche pücher sind laut seiner rechenzettel verkaufen unz an funfundzwainzig pücher; so ist er uber das, so er daran zalt hat, an den verkauften püchern noch schuldig bei vierzig guldin reinisch; Jheronimus Rotmunden geschickt gen Genua latein roch ungebunden zwenundzwainzig, latein roch eingebunden ein und latein gemalt eingebunden ein cronicka: daran hat er Petern Vischer zu Gena geantwort vierzig guldin reinisch acht pfund.

Solliche obgemelte teilung haben auch bede teil in irem wert, als ein jedes stuck oder schuld erfunden würt, als gnügig angenommen, also das kein tail dem andern werschafft oder verrer anzeigung darumb zu thun schuldig sein soll, sunder ein jeder sage dem andern teil und sein erben für sich und sein erben umb alle vergangner handlung und sachen, so sich des trucks und der pücher halben verlassen haben, ganz quit, ledig und losz, kein klag noch vordrung nit mer zu haben noch zu gewinnen. In forma meliori testes: Kaspar Kresz und Bernhardin Volkmeyr. Actum sexta Achacy den zwenundzwainzigsten tag des monats junii anno etc. nono etc.

Empfohlene Zitierweise:
Friedrich Kapp: Geschichte des Deutschen Buchhandels Band 1. Verlag des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler, Leipzig 1886, Seite 769. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Geschichte_des_Dt_Buchhandels_1_A.djvu/013&oldid=- (Version vom 1.8.2018)