Seite:Gottfried August Bürger Gedichte 1778.pdf/288

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

     Und als sie, mit zuckender strebender Kraft,
Sich wieder ermant und dem Boden entraft:

255
„Juchheisa!“ da sprang sie, „juchheisa! Trallah!

Auf lustig, ihr Fiedler, mein Brauttag ist da!

     Juchheisa! Ihr Fiedler! zum lustigen Tanz!
Mir schweben die Füsse, mir flattert der Kranz!
Nun tanzet, ihr Prinzen, von nah und von fern!

260
Auf lustig, ihr Damen! Auf lustig, ihr Herrn!


     Ha! seht ihr nicht meinen Herzliebsten sich drehn?
Im Silbergewande, wie herlich, wie schön!
Ihn zieret am Busen ein purpurner Stern.
Juchheisa, ihr Damen! Juchheisa, ihr Herrn!

265
     Auf! lustig zum Tanze! Was steht ihr so fern?

Was rümpft ihr die Nasen, ihr Damen und Herrn?
Mein Bräutigam ist er! Ich heisse die Braut!
Uns haben die Engel im Himmel getraut.

Empfohlene Zitierweise:
Gottfried August Bürger: Gedichte. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1778, Seite 225. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gottfried_August_B%C3%BCrger_Gedichte_1778.pdf/288&oldid=- (Version vom 1.8.2018)