Seite:Heinrich Brandt - Ein ernstes Wort an Herrn Friedrich Dumhof.pdf/3

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 Sie haben auf mein Schriftchen: „Was für eine Bewandtniß es mit der sogenannten Religion der Deutsch-Katholischen und freien Gemeinden habe“, eine Erwiederung drucken lassen. Daß Sie das thun werden, konnte ich voraussehen, hörte es auch bald durch Ihren Weißenburger Agenten, der mit einer Widerlegung drohte, die Haare auf den Zähnen haben und Staunen erregen werde. Manche glaubten ihm und erwarteten eine solche, ich aber nicht, da Alles, was ich bisher von den sogenannten Freipredigern gelesen hatte, so ganz geistlos, ja so ganz miserabel war, daß es Thorheit von mir gewesen wäre, nur etwas ganz Mittelmäßiges zu erwarten. Und daß ich mich in meiner Erwartung nicht getäuscht hatte, liegt mir nun durch Ihre Erwiederung klar vor Augen. Ich will zugeben, daß Sie bei gewissen Leuten, selbst bei solchen, die nicht Freigemeindler sind, mit Ihrer Entgegnung einigermaßen Ihren Zweck erreichen und Beifall finden. Denn was ist so dumm, das heutiges Tages nicht für gescheidt gehalten wird? Und war je eine Zeit,