Seite:Heinrich Brandt - Ein ernstes Wort an Herrn Friedrich Dumhof.pdf/4

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wo das alte Sprüchlein: „Um Görgla ist mir gar nicht bang, dem Görgla hilft die Dummheit fort“, seine volle Anwendung fand, so ist es die jetzige. Um diesen Beifall wird Sie aber kein Vernünftiger beneiden, und es ist Ihnen derselbe auch gerne zu gönnen. Denn etwas ist Ihnen doch zu gönnen, und wäre es auch nur die Ehre, sich frei vor aller Welt blamiren zu dürfen. Denn das will doch wohl der Titel sagen, den Sie mit Ihren Herren Kollegen Ronge, Bäthig, Bierdimpfel, Scholl u. dgl. führen?

 Nun zu Ihrer Widerlegung.

 Den Eingang derselben übergehe ich, da er nichts Anderes ist, als ein ganz verunglückter Versuch, vor dummen Lesern witzig scheinen zu wollen, ich auf fade Witzbolde von jeher nicht geachtet habe, und schlechter Witz gegen guten mir immer vorkommt, wie „Mäusedreck unter dem Pfeffer“. Daß Sie mich einen Lügner schelten, ohne mich auch nur Einer Lüge zu überführen, das finde ich natürlich, denn wie wollten sonst Freiprediger bestehen, wenn sie sich nicht auch die Freiheit nehmen wollten, jedem Prediger der Wahrheit, der ihnen im Wege steht und dem Volke zeigt, wer sie sind, die Ehre abzuschneiden.

 Nach diesem verunglückten Eingange gehen Sie zur Widerlegung meines Schriftchens über, geben aber damit einen klaren Beweis, daß Sie nichts weniger verstehen, als zu widerlegen. Statt solche stichhaltige Gründe anzuführen, die den Gegner, so zu sagen, zu Boden schlagen, weichen Sie aus und geben der Behauptung Ihres Gegners eine – nicht