Seite:Hermann von Bezzel - Dienet Werbet Betet.pdf/9

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Weise, durch dein Tun und Lassen, auch hier in deinem Heimatdorfe, wem du dienst und daß er es wert sei, bedient zu werden. Unsere Zeit geht bald vorüber, wehe ihr und uns, wenn wir nicht eine Seele für Jesus erwärmt haben! Unsere Tage enteilen, wehe ihnen, wenn nicht von ihnen Glück ausging! Für ihn muß man gewinnen, daß man Zeit und Stunde, Hab und Gut aufgibt und dafür opfert. Das Volk der Jesusjünger achtet nicht des Spottes noch der kleinen Opfer. Schäme auch du dich des Gebetes und Zeugnisses nicht. Wie die alten Christen von den entlegenen Dörfern werbend und bekennend in die Städte zogen – „wir schämen uns des Evangeliums von Christo nicht“ – so daß die Heiden sagten: „Sehet, welche Frauen sie haben – wie sie unter einander eins sind“, so bleibt ihr Jünglinge und Jungfrauen auch in der Stadt eurer himmlischen Heimat treu, haltet euch zu Gottes Wort und Gottes Tisch, wandelt züchtig und würdig! So werdet ihr für Jesum gewinnen. Der Stein, der dort in den Bach fällt, zieht bald größere Kreise. Kein Bekenntnis ist vergeblich. – Jeder gewinnt, der mit seinem Pfund wuchert. Es muß nicht gleich großes Volk sein, das dir folgt, nicht gleich die große Menge. Wenn nur eine Seele von dir gewonnen wird!


III. Bete!

 Mit ihr sollst du beten! Laßt uns benedeien dem Herrn, heißt es allsonntäglich. Und du antwortest: Gott sei ewiglich Dank! Sieh, das ist die höchste Aufgabe. Ich will den Herrn loben alle Zeit. Sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. Die Palmen rauschten und die Psalmen klangen: Hosianna! Herr, hilf doch dem, der in deinem Namen kommt. Dieses Hosianna hat unserem Heiland das Herz nicht nur erschwert, weil hinter ihm das Kreuzige! folgte, sondern auch froh gemacht, war es doch die Fürbitte seiner Getreuen für sein Leiden und Sterben, daß es ihm gelingen möge, wozu Er gesandt war, die innerliche Anwünschung des Gottessegens. Kein Dienst ist Ihm lieber, als diese Benedeiung. Wie das Volk, das vorging, die Alten und Müden und Betagten und das

Empfohlene Zitierweise:
Hermann von Bezzel: Dienet! Werbet! Betet!. Ernst Stoer’s Buchhandlung, Schweinfurt ca. 1917, Seite 9. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Hermann_von_Bezzel_-_Dienet_Werbet_Betet.pdf/9&oldid=- (Version vom 1.8.2018)