Seite:Herzl Philosophische Erzaehlungen.djvu/224

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„… Alors, abandonnant tout rêve de gloire et même celui de cette conquête de l’Italie dont sa conscience était pleine, son imagination s’égara dans plusieurs essais de spéculations mercantiles. Ce fut, entre autres, dans une entreprise de librairie. L’expédition d’une caisse de livres à Bàle fut son premier essai qui tourna mal; Il y fallut renoncer. Aussitôt il lui en substitua un autre dans un genre d’industrie tout différent, mais qu’il ne put réaliser.“
Général Cte. de Ségur, Mémoires.
[Übersetzung (Wikisource): „Dann gab er alle Träume vom Ruhm auf – selbst die Eroberung Italiens, von der er so durchdrungen war –, und seine Phantasie verirrte sich in mehreren kommerziellen Spekulationen. Dazu gehörte auch ein Buchhandelsgeschäft. Gleich der erste Versuch, die Lieferung einer Kiste Bücher nach Basel, schlug fehl, und er musste wieder aufgeben. Sofort verlegte er sich in einer ganz anderen Branche auf einen weiteren Versuch, den er aber nicht verwirklichen konnte.“
General Comte de Ségur, Erinnerungen.]
[1]


Die Herzogin, die Marquise, der Vicomte de Bois-Vermoulu und Herr Godefroy, der Akademiker, bogen aus der Rue St. André des Arts in eine noch engere, schmutzige Gasse ein. Herr v. Bois-Vermoulu führte die Gesellschaft.

„Mir wird angst und bange, Vicomte!“ rief die Herzogin.

„Wir sind schon am Ziele, meine Damen“, sagte der Angerufene. „Aber von jetzt ab verbitte ich mir meinen Titel. Hier kennt man mich nur als Herrn Dubois.“

„Sie scheinen hübsche Bekanntschaften zu haben, mein Lieber!“ lachte die Marquise. „Darum mußten wir uns also zu diesem Ausfluge wie unsere Portiersfrauen kleiden. Das ist lustig!“

Der Vicomte sagte: „Ich weiß übrigens nicht, ob man sich meiner noch erinnert. Es ist so lange her. … Da sind wir beim „Hôtel de l’Eperon“. Grüßen Sie das Haus, meine Damen und Herr Godefroy! Hier habe ich in den schlechtesten Tagen unserer Geschichte gewohnt.“

„Ich grüße!“ sagte der Akademiker Godefroy lächelnd.


  1. [WS: Nach dem Sturz Robespierres 1794 war Napoléon Bonaparte in Ungnade gefallen. Erst später wurde er für den Feldzug gegen Italien zurückgerufen, der seinen beispiellosen Aufstieg begründete.]
Empfohlene Zitierweise:
Theodor Herzl: Philosophische Erzählungen. Gebrüder Paetel, Berlin 1900, Seite 219. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Herzl_Philosophische_Erzaehlungen.djvu/224&oldid=3329643 (Version vom 1.8.2018)