Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/174

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Ausdruck Gemüth, richtig oder sey vielmehr überzeugt, daß er mir nicht bloß als schaales Wort gilt, wie vielen so ganz Gemüthlosen, die ihn beständig im Munde führen. – Doch ich habe Dich unterbrochen!“ –

„Gestehe es nur ein, erwiederte der Hund, nur die Furcht vor dem Ungewöhnlichen, meine dumpfen Worte, meine Gestalt, die im Mondschein nicht eben Zutrauen erwecken kann, machten Dich erst so geschmeidig, so artig. – Nun hast Du Vertrauen zu mir gefaßt, Du nennst mich: Du! und das ist mir recht. – Willst Du, so laß uns die Nacht verplaudern; vielleicht unterhältst Du Dich heute besser, als gestern, da Du ganz unmuthig aus der gelehrten Versammlung die Treppe herabstolpertest.“ –

„Wie, Du hättest mich gestern?“… –

„Ja, ich erinnere mich jetzt in der That, daß Du es warst, der mich in jenem Hause beinahe überlief; wie ich dahin gekommen, davon später – jetzt will ich Dir ganz rücksichtslos, wie einem alten Freunde vertrauen, mit wem Du sprichst!“ –

„Du merkst, wie gespannt ich bin.“

„So wisse denn, daß ich jener Hund Berganza bin, der vor länger als hundert Jahren in Valladolid im Hospital zur Auferstehung“ –

Länger konnte ich nicht an mich halten, so hatte mich der Name: Berganza! elektrisirt. „Bester