Seite:Kinder- und Haus-Märchen 1837 Band 2.djvu/289

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

wie thut mir doch mein Herz so weh
in dieser tiefen See!“

Wie der Koch hörte, daß das Lämmchen sprechen konnte, und so traurige Worte zu dem Fischchen hinabrief, erschrack er, und dachte es müßte kein natürliches Lämmchen seyn, sondern von der bösen Frau im Haus verwünscht. Da sprach er „sey ruhig, ich will dich nicht schlachten,“ nahm ein anderes Thier, und bereitete das für die Gäste, und brachte das Lämmchen zu einer guten Bäuerin, der erzählte er alles was er gesehen und gehört hatte. Die Bäuerin war aber gerade die Amme von dem Schwesterchen gewesen, vermuthete gleich wer’s seyn würde, und gieng mit ihm zu einer weisen Frau. Das sprach die weise Frau einen Segen über das Lämmchen und Fischchen, wovon sie ihre menschliche Gestalt wieder bekamen, und danach führte sie beide in einen großen Wald in ein klein Häuschen, wo sie zufrieden und glücklich lebten.

Empfohlene Zitierweise:
Brüder Grimm: Kinder- und Haus-Märchen Band 2 (1837). Dieterich, Göttingen 1837, Seite 280. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Kinder-_und_Haus-M%C3%A4rchen_1837_Band_2.djvu/289&oldid=3337008 (Version vom 1.8.2018)