Seite:Kurze Topographie und Geschichte der Kreis-Stadt Rothenburg.djvu/83

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auf Biehain 1632 geschenkt, da das vorige von den Croaten geraubt war.

An heiligen Geräthen besitzt die Kirche 4 silberne vergoldete Kelche, 2 silberne Hostienbüchsen, 4 silberne Hostienteller, und 1 silberne und 2 zinnerne Weinkannen. Von den Kelchen stammen 3 aus katholischer Zeit, der 4te wurde 1650 von Hieronymus von Nostitz zu Neundorf, Hauptmann zu Görlitz, geschenkt; einer der Hostienteller wurde von Hanns Heinrich, Reichsgrafen zu Hohberg, geschenkt; die 3 andern sind ohne Inschrift. Die silberne Weinkanne hat 9 Wappen, und wurde der Inschrift nach von der Freifrau Helene von Hohberg, gebornen von Gelhorn, 1651 der Kirche zu Freyburg in Schlesien geschenkt.

Der Oberamtmann Körber schenkte 1828 drei gläserne Kronleuchter, und Christian Friedrich von Schrickell in Görlitz vermachte 1835 vor seinem Ende 2000 Thaler zum Thurmbau, 500 Thaler zu einer Glocke, und wieder 500 Thaler, wovon die Zinsen alljährlich zur Anschaffung und Vertheilung von Gesangbüchern unter die fleißigsten Kinder der Rothenburger Schule verwandt werden sollten.

Fräulein von Troschky vermachte 14. August 1833 der Kirche 10 Thaler, den Ortsarmen 6 Thaler, und 50 Thaler Kapital mit der Bestimmung, daß zwei arme Confirmanden des Rothenburger Kirchspiels alljährlich die Zinsen davon zu Kleidungsstücken empfangen sollen.

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