Seite:Kurze Topographie und Geschichte der Kreis-Stadt Rothenburg.djvu/97

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den gestrengenn vnn westenn Georgen Caspar geuettern von Nostitcz vff Schoche vnn zur Gotte gesessenn vnn Ich Seruacius von Metzenrade zum Reichenwalde. Eynn Iglicher seynn Insigil an disse teilsczedel gehangenn vnn gebenn Dornstags Nach dem Sontage Judica Im funffczehenhundert vnn czwelfftem Jare.

(Das Original im Schloß-Archive zu Rothenburg, sehr leserlich auf Pergament geschrieben, hat 8 in Wachs gedrückte anhangende Siegel gehabt, von denen nur noch das erste und letzte vorhanden sind, welche beide das Nostitzische Wappen zeigen, das erste mit der Ueberschrift C.N.; die Ueberschrift des zweiten ist nicht mehr zu lesen bis auf den Namen Hieronymus, wornach es das Siegel des Hieronymus von Nostitz sein muß.)

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4.

Bischof Johann von Meißen genehmigt und confirmirt den Bau einer Capelle zu Spree. Stolpen den 26sten Januar 1520.

Johannes dei et apostolice sedis gracia Sancte et Ingenue Misnensis ecclesie Episcopus Vniversis et singulis presentes literas inspecturis Salutem in domino. Et quia per utriusque sexus Christi fideles ville Spreu nobis expositum est qualiter longam viam ad eorum ecclesiam parochialem haberent ac propterea capellam novam



Diese Urkunde lautet in deutscher Uebersetzung:

Johann, von Gottes und des apostolischen Stuhles Gnade, der heiligen und freien Kirche zu Meißen Bischof, wünscht Allen und Jeden, die gegenwärtigen Brief einsehen, Heil in dem Herrn. Weil durch Christgläubige beiderlei Geschlechts im Dorfe Spree Uns vorgetragen ist, daß sie einen weiten Weg zu ihrer Parochialkirche hätten,