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Hettner – Himmel

Hettner, 1) Alfr., Geogr., * 1859; Forscherreisen nach S-Amerika. 2) Herm., Lit-Hist., 1821–82; „Lit-Gesch. des 18. Jh.“.

Heuberg, südw. Teil des Schwäb. Jura, im Lemberg 1015 m.

Heuerlinge (in Westfal.) pachten Land u. Gebäude u. leisten dafür best. landw. Arbeit.

Heuervertrag ↑ Schiffsbesatzung.

Heultonne (Heulboje) ↑ Seezeichen.

Heumar, D. b. Mülheim a. Rh., 12 000 E.

Heureka, ich hab’[s] gefunden!

Heuristik („Kunst des Findens“), Lehre v. den Methoden zur Auffindung neuer wissenschaftl. Erkenntnisse.

Heuschele, Otto, schwäb. Dichter, * 1900.

Heuscheuer, NW-Teil des Glatzer Geb., 920 m.

Heuschnupfen (Heufieber), Katarrh der Schleimhaut der obern Luftwege u. der Augenbindehaut, durch Pollenstaub.

Heuschrecken, Geradflügler; schädl. die Wander-H. (Europ., Marokkan., Ägyptische, 3–6 cm), die oft massenhaft wandern, in Afrika, S-Europa, selten Dtschl. Grashüpfer in vielen Arten weitverbreitet. Schnarr-H., beim Fliegen schnarrend. ↑ Laubheuschrecken.

Heuwurm, die Raupe des Traubenwicklers (↑Wickler).

Hexachord, „Sechssaiter“, diatonische Folge v. 6 Tönen.

Hexaeder = Würfel.

Hexagon, Sechseck; h. al, sechseckig.

Hexagramm, Figur aus zwei gleichseitigen Dreiecken (Abb.); myst. Bedeutung. Jüd. Symbol (Stern Davids) an Kultusgegenständ., Synagogen, Grabsteinen.

Hexameter, 6 füß. daktyl. Versmaß.

Hexe, Weib, das m. Teufels Hilfe Zauber usw. übt. H.nsabbat, Fest der H. zur Walpurgisnacht (auf Bergen, z. B. Blocksberg). H.nverfolgungen mit Folter 13.–18. Jh.

Hexenbesen, nestart. Mißbildungen (Zweighäufungen) auf Bäumen u. Sträuchern, erzeugt durch Pilze.

Hexenpilz, gift. Röhrenschwamm, dicker Stiel (↑ Taf. Sp. 520).

Hexenringe, ringförm. Auftreten von Hutpilzen.

Hexenschuß, blitzart. Lenden- und Kreuzschmerz.

Heyde, Ludwig, Sozialpolitiker, * 1888, Prof. Kiel.

Heydebrand u. der Lasa, Ernst v., Polit. (kons.), 1850–1924.

Heye, Wilh., * 1869, 1926–30 Chef der Heeresleitung.

Heyking, Elisabeth, Frfr. v., 1861–1925; Rom.: „Briefe, die ihn nicht erreichten“.

Heym, Georg, express. Dichter, 1887–1912.

Heyne, 1) Christian Gottlob, 1729–1812, Begr. der Altertumswissenschaften. 2) Moriz, 1837–1906, Hpthrsg. des „Dt.Wbs.“ (v. Grimm, seit 1867).

Heyse, Paul v., 1830–1914; lyr. Ged., geschichtl. Dramen, Novellen, Rom.

hfl. (Hfl.) = holl. Gulden.

HGB = Handelsgesetzbuch (für das Dt. Reich).

Hiatus („Klaffen“), Zus.treffen zweier Vokale im Auslaut des einen u. Anlaut des folgenden Wortes.

Hickoryholz, sehr schwer, hart, zäh, aus N-Amerika.

Hic Rhodus, hic salta! „Hier (ist) Rhodus, hier springe!“, d.h. hier zeige, was du kannst (aus Fabel 3 des Äsop).

Hidalgo, Angehöriger des span. niedern Adels.

Hiddensee, pr. Insel westl. von Rügen, 750 E.

Hieber, Johs., * 1862,1920–1924 württ. Staatspräs.

Hierarchie, Priesterherrschaft.

Hieratisch, priesterlich.

Hieroglyphen, altägypt. Priesterschrift; auch „Bilderschrift“ (hettit., kret., Maya- u. mexikan. H.).

Hieronymus, Kirchenvater, * um 340, † 420 n. Chr.; „Vulgata“.

Hierophant, grch. Weihepriester, bes. in den eleusin. Mysterien.

Hierosolyma, Jerusalem.

Hieven, Aufziehen einer Last.

Hiftorn (Hiefhorn), im MA: gebogenes Jagdhorn.

Highlands, Hochlande, bes. v. Schottland.

High life, vornehme Welt.

Hilbert, Dav., Math., * 1862, Prof. Göttingen.

Hildebrand, dt. Heldensage: Erzieher u. Waffenmeister Dietrichs v. Bern.

Hildebrand, 1) Adolf v., Bildh., 1847–1921, Verteidiger des Klassizismus; Brunnen, Denkmäler, Bildnisbüsten. ↑ Taf. Sp.376. 2) Bruno, Nat.-Ök. und Statist., 1812–78. 3) Rud., 1824–94, Mitarb. an Grimms Wb.; „Vom dt. Sprachunterr“.

Hildebrandslied, Bruchstück eines stabreimenden dt. Ged. (8. Jh.).

Hilden, St., nordö. Rheinprov., 20 000 E.

Hildesheim, hannoversche St., 58 000 E; Dom (11. Jh.), Michaeliskirche (11. Jh.). ↑ Taf. Sp. 584.

Hilferding, Rud., * 1877, 1923 u. 1929 Reichsfinanzmin. (soz.-dem.).

Hilfskreuzer, als Kriegsschiff benutztes Handelsschiff.

Hill, Sir Rowland, engl. Postfachmann, 1795–1879.

Hille, Peter, unsteter philosoph.-lyr. Dichter, 1854 bis 1904.

Hillern, Wilhelmine v., Romanschriftstellerin.,1836 b. 1916; „Die Geyer-Wally“.

Hils, Bergzug des Weserberglandes, westl., von d. Leine, 469 m.

Hilty, Carl, Schweiz. Staatsrechtslehrer u. relig. Schriftst, 1833–1909; „Glück“.

Himalaja, höchst. Geb. der Erde; Mount Everest (8882 m), Gaurisankar (7150 m), Kangtschendsonga (8603 m). Wissenschaftl. Erschließung bes. durch die kolonialen Hpt.interessenten, die Engländer, ferner durch die dt. Brüder Schlagintweit; viele alpinist. Unternehmungen (z. B. 1930 dt. H.-Exped. v. Dyhrenfurth).

Himbeere (Rubus idaeus), Rosengewächs, bis 2m.

Himbeereule, Schmetterling, Raupe auf Brombeeren, Himbeeren schädl.; ↑ Taf. Sp. 697.

Himmel (hierzu Taf. Sp. 265), scheinbare Hohlkugel (Abb.), in deren Mitte O ein Beobachter zu stehen glaubt; wird durch Kreise geteilt, um den Ort eines Gestirns zu bezeichnen. Die im Standpunkt d. Beobachters, d. h. im Mittelpunkt des Horizonts, errichtete Lotlinie schneidet die H.s-kugel im Zenit (Scheitelpunkt) Z u. im Nadir (Fußpunkt) Z1, die der Erdachse parallele Weltachse in Nord- u. Südpol d.

Bild: Der Marktplatz in Hildesheim.

Bild: Hexagramm.

Bild: Grenzkamm des Himalaja zwischen Tibet und Nepal mit dem Mount Everest.

Bild: Scheinbare Himmelskugel.

Bild: David Hilbert

Bild: Hieroglyphen.

Empfohlene Zitierweise:
Meyers Blitz-Lexikon. Die Schnellauskunft für jedermann in Wort und Bild., Leipzig 1932, Spalten 255–256. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:LA2-Blitz-0156.jpg&oldid=2870771 (Version vom 10.8.2016)