Seite:Liederbuch des Gau 19 Rostock des Deutschen Radfahrer-Bundes 1900.pdf/14

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und erfüllen die Seele mit Grausen. – Und fragt ihr, wer mögen die Leute sein: – :,: Wir sind, wir sind Radler, flink und behende vom Rhein. :,:

2. Wer kehrt dort so fröhlich in’s Städtchen ein? Und blickt nach den Mädchen und Frauen? – Wer fällt da direct in das Wirthshaus hinein, will singen und trinken den funkelnden Wein? – Ei, da könnt ihr wieder sie schauen. – :,: Das sind, das sind Radler etc. :,:

3. Wer schwingt dort die Beine voll Tanzeslust im hell erleuchteten Saale? – Wer preßt sein Liebchen so fest an die Brust, und küsset und koset so siegesbewußt trotz allem Neid und Kabale. – Fragt ihr die schneidigen Burschen wohl fein: – :,: Wir sind, wir sind Radler etc. :,:

4. Wer saust noch so späte durch Nacht und Wind, und trotzet so keck den Gefahren? – Ach Gott, es geht nicht mehr pfeilgeschwind, sie humpeln und pumpeln als während sie blind, sie thaten am Wein gar nicht sparen. – Doch fragt ihr die müden Gesellen fein; – :,: Wir sind, wir sind Radler etc. :,:

Verfasser unbekannt.     
Nr. 11. Hurrah! Du blankes Rad von Stahl.
Mel.: Wohlauf, Kameraden, auf’s Pferd.

1. Wir sausen dahin wie die wilde Jagd, vom Sturmwind von dannen getragen. – Ob sonniger Morgen, ob stürmische Nacht, nichts hindert uns weiter zu jagen. – Und wird uns vom Liebchen ein Gruß zu Theil, dann rufen wir fröhlich: All Heil, All Heil!

2. Wie lächelt die Welt doch so freundlich uns an, wenn wir sie am Morgen durchjagen. – Es schmückt sich der Himmel mit Purpur dann, als wollte „Grüß Gott” er uns sagen. – :,: Die Vöglein selbst freuen sich ob unser Eil' und jubeln und singen: All Heil, All Heil! :,:

3. Und vorwärts geht es mit frohem Muth, als wollten das Glück wir erringen. – Es pocht in den Adern so feurig das Blut und treibt uns zum Scherzen und Singen, – :,: Doch zwinget der Durst zu kurzem Verweil, dann bringen wir Bacchus ein donnernd All Heil! :,:

Dichter unbekannt.     
Nr. 12. All Heil!
Mel.: Strömt herbei, ihr Völkerschaaren.

1. Rastlos rollt das Rad der Zeiten; wer zu Fuß geht, bleibt zurück. – Ob auch schnell die Schatten reiten, schneller reitet noch das Glück; – Ueber Feld und Thal und Gipfel flieht es wie der flücht’ge Wind – :,: Siehst du seines Mantels Zipfel, schwing dich auf das Rad geschwind! :,: